HSPV NRW - Profil Prof. Dr. Sascha Kische

Lehre

Fachbereich
Polizei

Fachgruppe
Rechtswissenschaften

Fächer
  • Straf- und Strafprozessrecht
  • Staatsrecht
  • Europarecht

Curriculum Vitae

geboren 1979
Abitur 1998
Studium der Rechtswissenschaften in Frankfurt /Oder 1999 - 2004
Ergänzungsstudium "Wirtschaftsstrafrecht (LL.M.)" in Osnabrück 2004 - 2005
Juristischer Vorbereitungsdienst im Bezirk des OLG Oldenburg 2005 - 2007
wiss. Mitarbeiter bei Herrn Prof. Dr. Ralf Krack (Universität Osnabrück) 2008 - 2011
Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht 2012 - 2017
Hochschulprofessor an der Hochschule für Polizei Baden Württemberg 2015 - 2018
Hochschulprofessor an der FHöV NRW seit 2018

Publikationen

(Zeitschriften-) Aufsätze


  • Verfassungsrechtliches Gebot richterlicher Bereitschaftsdienste
    Verfassungsrechtliche Notwendigkeit der Einrichtung alltäglicher richterlicher Bereitschaftsdienste zwischen 6 und 21 Uhr (Neues PolizeiArchiv 2019, Blatt 65-67)
    Anmerkung zu BVerfG, Beschluss v. 12.03.2019 - 2 BvR 675/14

  • Neue europäische Vorgaben für das Recht auf Zugang zu einem Pflichtverteidiger – erste polizeiliche Handlungsempfehlungen mangels gesetzlicher Umsetzung
    Neue europäische Vorgaben für das Recht auf Zugang zu einem Pflichtverteidiger (DIE POLIZEI 2019, 209)
    Der Beitrag will auf die aktuell veränderte Rechtslage nach dem 25. Mai 2019 aufmerksam machen, obwohl eine Gesetzesänderung der Strafprozessordnung noch gar nicht erfolgt ist. Wie das geht? – Ein Kollisionsfall zwischen europarechtlichem Richtlinienvorrang (Art. 288 Abs. 3 AEUV) und nationalstaatlicher Untätigkeit.

  • Strafrechtliche Grenzen des Rechtspopulismus
    Strafrechtliche Grenzen des Rechtspopulismus (Deutsches Polizeiblatt Heft 4.2019, 16)
    Aktuell ist der "Rechtspopulismus" in aller "Medien-Munde". Die Wissenschaft ist sich uneinig. Eine juristische Definition und ein dezidierter Straftatbestand existieren dazu nicht. Begreift sich Rechtspopulismus eher als politische Strategie, ergeben sich Strafbarkeitsrisiken unter der Erfassung "Politisch motivierter Kriminalität" (PMK). Ausgewählten Grundproblemen der darunter gefassten Straftaten wird hier nachgegangen.

  • Polizeiflucht als "verbotenes Rennen" gem. § 315d StGB n.F.
    Polizeiflucht als "verbotenes Rennen" gem. § 315d StGB n.F. (Neues PolizeiArchiv 2019, Blatt 5-6)
    Anmerkung zu OLG Stuttgart, Beschluss v. 04.07.2019 - 4 Rv 28 Ss 103/19

  • Richterliche Bereitschaftsdienste in Baden-Württemberg
    Richterliche Bereitschaftsdienste in Baden-Württemberg (Deutsche Richterzeitung 2018, 352)
    Die Einrichtung und Ausgestaltung richterlicher Bereitschaftsdienste ist seit den Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts vom 20. Februar 2001 und 15. Mai 2002 in der Diskussion und hat zu heterogenen Umsetzungen in der Praxis geführt. Der Beitrag beleuchtet die aktuelle Situation in Baden-Württemberg.

  • Legendierte Polizeikontrollen - zugleich eine Anmerkung zu BGHSt, Urt. v. 26.04.2017 - 2 StR 247/16
    Legendierte Polizeikontrollen - zugleich eine Anmerkung zu BGHSt, Urt. v. 26.04.2017 - 2 StR 247/16 (DIE POLIZEI 2018, 186)
    Die zu besprechende Entscheidung behandelt eine für die polizeiliche Praxis sehr bedeutsame Frage, da man das grundsätzliche Verhältnis von Staatsanwaltschaft und Polizei im strafrechtlichen Ermittlungsverfahren womöglich neu justiert.

  • Klausur Strafrecht/Strafverfahrensrecht/Eingriffsrecht: Folgenschwere Entscheidungen des Täters... und der Polizei
    Klausur Strafrecht/Strafverfahrensrecht/Eingriffsrecht: Folgenschwere Entscheidungen des Täters... und der Polizei (Polizei-Studium-Praxis Heft 3/2018, 25)
    Die Klausur enthält Fragen des Raubtatbestandes (§§ 249 bis 251 StGB), die durch neuere Rechtsprechung des BGH und das Schrifttum aufgeworfen sind. Eingriffsrechtlich wird schwerpunktmäßig – und erstmals im Rahmen einer Falllösung – die sog. „legendierte“ Polizeikontrolle behandelt; die daneben aufgeworfenen strafverfahrensrechtlichen Aspekte gehören zum Standardwissen, das den Studierenden bekannt sein muss.

  • Verfassungsrechtliches Gebot unverzüglicher Vorführungen bei Freiheitsentzug (Art. 104 Abs. 2, 3 GG)
    Verfassungsrechtliches Gebot unverzüglicher Vorführungen bei freiheitsentziehenden Maßnahmen (Neues Polizeiarchiv 2018, Blatt 32-33)
    Anmerkung zu LG Rostock, Beschluss v. 28.07.2017 - 3 T 198/17)

  • Zur Gefährdung des Straßenverkehrs durch falsches Überholen (§ 315c Abs. 1 Nr. 2 b StGB)
    Zur Gefährdung des Straßenverkehrs durch falsches Überholen (Neues PolizeiArchiv 2018, Blatt 21+22)
    Anmerkung zu BGH, Beschluss v. 15.09.2016 - 4 StR 90/16

  • Gesetzgeberischer Aktionismus - Wohin steuert der Rechtsstaat?
    Gesetzgeberischer Aktionismus - Wohin steuert der Rechtsstaat? (Der Wirtschaftsführer für junge Juristen 2017, 46)
    Noch vor der parlamentarischen Sommerpause und den Neuwahlen brachten in der ersten Jahreshälfte 2017 die alte Bundesregierung und zudem mehrheitlich die Parlamentarier der alten Regierungskoalitionen zahlreiche verfahrensrechtlich bedeutsame Gesetzesnovellierungen ein, die der Bundestag sprichwörtlich „durchpeitschte“. Ein Überblick.

Buchbeiträge


  • ‚Die gefühlte (Un)Sicherheit‘ am Beispiel des Entwurfs des Landes Baden-Württemberg zu einem Gesetz zur Erweiterung des Umfangs der Untersuchung von DNA-fähigem Material (BR-Drucks. 117/17)
    'Die gefühlte Unsicherheit' am Beispiel der BR-Drs. 117/17 zur geplanten Erweiterung der DNA-Analyse im Strafprozess (Symposiumsvortrag an der DHPol Münster/Westf. am 11.12.2017, erschienen in: Lange/Wendekamm [Hrsg.], Postfaktische Sicherheitspolitik, 2019)
    Der Begriff des Postfaktischen hat den öffentlichen Diskurs durchdrungen und taucht in verschiedensten Diskussionen auf. Dieser Band beleuchtet daher, in welcher Weise die Sicherheitspolitik durch diesen Zeitgeist geprägt wird und mit ihm umgeht. Dabei stehen zum einen die Konstruktion von (Un)Sicherheit und zum anderen die Fragen der Wahrnehmung sowie Vermittlung von Sicherheitspolitik für die Demokratie im Fokus.

  • Richterliche Vorbefasstheit
    Richterliche Vorbefassheit (Vortrag anlässlich des 5. Symposiums junger Strafrechtlerinnen und Strafrechtler, erschienen in: Oglakcioglu u.a. [Hrsg.], Axiome des nationalen und internationalen Strafverfahrensrechts, 2016)
    Auf den Symposien des jungen Strafrechts befassen sich Strafrechtswissenschaftlerinnen und Strafrechtswissenschaftler nunmehr schon traditionell mit grundlegenden Themen ihrer Disziplin. Erstmals wurden auf dem 5. Symposium in Nürnberg die Grundlagen des Strafverfahrensrechts in den Mittelpunkt gerückt. Es ging dabei um die Arbeit an einem „AT“ des prozessualen Strafrechts, „allgemeinen Strukturen“ für die Strafverfolgung oder – die konstruktive Rolle der Wissenschaft dabei betonend – um die Suche nach „Axiomen des Strafverfahrensrechts“.

  • Lohnwucher (§ 291 StGB), Menschenhandel (§§ 233, 233a StGB) und Mindestlohnverstöße (§ 21 MiLoG) sowie Delikte gegen Betriebsverfassungsorgane und ihre Mitglieder (§§ 119 ff. BetrVG)
    Lohnwucher, Menschenhandel und Mindestlohnverstöße sowie Delikte gegen Betriebsverfassungsorgane und ihre Mitglieder (Kommentierungen, erschienen in: Ignor/Mosbacher, Handbuch Arbeitsstrafrecht, 2016)
    Das »Handbuch Arbeitsstrafrecht« ist ein Werk von Praktikern für Praktiker. Es bietet allen Juristen, die in Wirtschaft, Verwaltung und Justiz mit dem Arbeitsstrafrecht zu tun haben, eine zuverlässige Arbeitshilfe. Die Autoren sind als Rechtsanwälte, Mitarbeiter von Behörden und Angehörige der Justiz seit vielen Jahren mit den Besonderheiten des Arbeitsstrafrechts vertraut.

Bücher/Monographien


  • Polizeiliche Ermittlungen im Strafprozess
    Polizeiliche Ermittlungen im Strafprozess (KRIMINALISTIK-Verlag 2019)
    Das Buch vermittelt anhand von polizeipraktischen Originalsachverhalten, Gerichtsentscheidungen oder mittels didaktischer Ziele erstellten Fallgestaltungen das methodische - und auf die notwendigen Rechtskenntnisse reduzierte - fachlich fundierte Vorgehen "polizeilicher Ermittlungen im Strafprozess". Die Neuauflage berücksichtigt die Änderungen der StPO, vor allem durch das "Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens" und das "Gesetz zur Stärkung der Verfahrensrechte von Beschuldigten im Strafverfahren und zur Änderung des Schöffenrechts". Mit dieser fallorientierten Darstellung führen die Autoren den Polizeibeamtinnen und -beamten in Ausbildung und Praxis ihre bedeutsame Rolle "als Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft" (§ 152 GVG) vor Augen und rücken zudem die Konsequenzen ihres Handelns ins Bewusstsein.

  • Die Rechtsfigur des uneigentlichen Organisationsdelikts (BGHSt 49, 177)
    Die Rechtsfigur des uneigentlichen Organisationsdelikts (Diss., Verlag Dr. Kovac 2014)

Rezensionen


  • Gerst (Hrsg.) - Zeugen in der Hauptverhandlung
    Gerst (Hrsg.) - Zeugen in der Hauptverhandlung (ZAP-Verlag, 2016)
    Dem Herausgeber und seinem Team bleibt zu wünschen, dass das hier besprochene Werk seine berechtigte Anerkennung finden wird, obgleich das Handbuch und seine Inhalte sicherlich erst als „Startschuss“ für eine zukünftige, vornehmlich aus Kreisen der Verteidigung zu erwartende Auseinandersetzung mit der aus Strafprozessen nicht wegzudenkenden Zeugenvernehmung insbesondere unter psychologischen und taktischen Erwägungen zu begreifen ist. Insoweit nimmt das Werk in der Tat eine stimmengewichtige Vorreiterrolle ein.

  • Schönke/Schröder - Strafgesetzbuch: StGB
    Schönke/Schröder - Strafgesetzbuch: StGB (Kommentar - Beck-Verlag, 2014)
    Der 'Schönke/Schröder' ist in den Zimmern von wissenschaftlich tätigen Praktikern und umgekehrt praktisch tätigen Wissenschaftlern nicht wegzudenken. Aktualität und eine übersichtliche Darstellung bieten die Gewähr, ein anstehendes Rechtsproblem tiefgründig zu durchdringen und für die eigene Argumentation zu nutzen.

  • Hannich (Hrsg.) - Karlsruher Kommentar zur Strafprozessordnung, mit GVG, EGGVG, EMRK
    Hannich (Hrsg.) - Karlsruher Kommentar zur Strafprozessordnung (Beck-Verlag, 2013)
    Der Karlsruher Kommentar hat an enormer Bedeutung für alle Verfahrensbeteiligten am Strafprozess gewonnen. Dass ganz maßgeblich die Rechtsauffassungen und Entscheidungen der Strafsenate in den Vordergrund gestellt und ebenso überwiegend auch verteidigt werden, ist angesichts des Umstandes, dass sämtliche Kommentatoren Bundesrichter, Bundesanwälte oder jedenfalls Vorsitzender Richter am Landgerichten sind, ebenso verständlich wie unumgänglich.