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Veranstaltungsbericht16. Symposium für Personalmanagement

Das Symposium widmete sich dem Thema Digitalisierung
Das Symposium widmete sich dem Thema Digitalisierung

Am 22. November 2022 fand das 16. Symposium für Personalmanagement im öffentlichen Sektor zum Thema „Digitalisierung und deren Folgen für das Personalmanagement“ statt

Rund 165 Teilnehmende konnten online den Beiträgen der vierzehn Referentinnen und Referenten folgen und mit ihnen diskutieren. Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen stand das Thema Digitalisierung und deren Folgen für das Personalmanagement.

Angesichts der flächendeckenden, schneller voranschreitenden Digitalisierung und neuen Technologien gilt es, die Bemühungen zur Digitalisierung im eigenen Bereich zu verstärken, aber vor allem die Digitalisierung in den Fachabteilungen und -ämtern zu unterstützen sowie die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Beschäftigten, die Führungskräfte und die Zusammenarbeit zu analysieren und möglichst positiv zu gestalten.
 

Fragen und Themenstellungen des Symposiums

  • Neue Technologien und deren Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation
    Videotechnik, Chat-Bots, soziale Roboter und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz sind Beispiele für neue Technologien, die bereits im öffentlichen Sektor eingesetzt werden oder deren Einsatz aktuell erprobt wird. In welcher Weise verändern sich hierdurch Arbeitsprozesse? Welche Arbeitsbeiträge der Beschäftigten werden ersetzt? Welche zusätzlichen Leistungen der Beschäftigten sind erforderlich? Was kann getan werden, damit Beschäftigte den Einsatz moderner Technik nicht als Bedrohung, sondern als Chance wahrnehmen?
     
  • Aus- und Fortbildung der Beschäftigten
    Wie verändern sich durch die Digitalisierung die Anforderungen an die Beschäftigten? Wie kann es – auch im Hinblick auf Entgeltbedingungen – gelingen, qualifiziertes Personal anzuwerben? Welche curricularen Inhalte müssen zusätzlich in den Ausbildungen und Studiengängen vermittelt werden? Welche Fortbildungen sind in welcher Form für die Beschäftigten erforderlich, damit sie die neue Technik verstehen und im Arbeitsalltag effektiv einsetzen können?
     
  • Homeoffice und andere neue Arbeitsformen
    Digitalisierung ermöglicht es, anders und an anderen Orten zu arbeiten als bisher. Damit einhergehende Fragen sind zum Beispiel: Wie viel Arbeitszeit im Homeoffice sollte gewährt werden? Wie können soziale Bindungen auch im Homeoffice aufgebaut und gehalten werden? Was ist zu tun, damit virtuelle Teams via Mails, Messenger und Videokonferenzen wirksam zusammenarbeiten?
     
  • Auswirkungen der Digitalisierung auf die Organisationskultur
    Kann unter den bürokratischen, stark hierarchisch und formalistisch geprägten Bedingungen der Behörden und Verwaltungen Digitalisierung schnell gelingen?  Gibt es die erforderliche Innovationsfähigkeit und passende Fehlerkultur? Was muss sich im Denken / im Mindset aller Beteiligten verändern?
     
  • Herausforderungen für Führungskräfte
    Was kann das Personalmanagement tun, damit Führungskräfte für die Chancen der Digitalisierung aufgeschlossen sind und bleiben? Wie können Führungskräfte mitarbeiterorientiert führen, wenn die Beschäftigten überwiegend im Homeoffice sind? Wie können die Leistungsbeiträge von Beschäftigten im Homeoffice gesteuert werden?
     
  • Arbeitsrechtliche Fragestellungen
    Mit der Digitalisierung sind arbeitsrechtliche Fragestellungen verbunden, zum Beispiel:  Darf der Arbeitgeber digitale Arbeit anordnen? Hat der Arbeitnehmer einen Anspruch auf IT-Fortbildungen? Wie ist die Entgrenzung von Arbeitszeit und Freizeit juristisch zu bewerten? Ist eine Totalüberwachung der Beschäftigten durch digitale Technik zulässig? Was ist beim Datenschutz zu beachten? Was ist zu tun, wenn die Gesetzgebung und die Rechtsprechung den technischen Entwicklungen hinterherhinkt?


Die Referentinnen und Referenten sind ausgewiesene Fachleute aus Wissenschaft und Praxis: Lucas Albracht, Kevin Clemens, Prof. Dr. Martina Eckert, Thomas Eichmüller, Dr. Stefan Els, Dr. Torsten Fischer, Prof. Dr. Gerhard Hammerschmid, Prof. Dr. Timo Kahl, Beate van Kempen, Dirk Richter, Prof. Dr. Karsten Schmid, Carina Steinert, Dr. Carolin Straßmann und Norbert Weißenfels. Ihre Beiträge sind im Werk Gourmelon, A. (2022): Digitalisierung und die Folgen für das Personalmanagement, Heidelberg: Rehm dokumentiert.

Das 16. Symposium wurde gemeinsam mit dem Studieninstitut Ruhr geplant, organisiert und durchgeführt. Ermöglicht wurde das Symposium auch durch Mittel des Instituts für Personal und Management (IPM) der HSPV NRW.