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HSPV NRW - Profil Prof. Dr. Thomas Naplava

Lehre

Fachbereich
Polizei

Fachgruppe
Sozialwissenschaften

Fächer
  • Soziologie, Politikwissenschaft

Curriculum Vitae

seit 2012Professor für Soziologie und Politikwissenschaft an der HSPV NRW
2007-2012Lehrbeauftragter am Institut für Kriminologie der Universität zu Köln
2006Promotion an der Universität Bielefeld zum Thema Jugenddelinquenz im interethnischen Vergleich
2003-2012wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter der Kriminalistisch-Kriminologischen Forschungsstelle am Landeskriminalamt NRW
2000-2003wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht
1998-2000wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pflegewissenschaft (Universität Bielefeld)
1992-1998Studium der Soziologie in Bonn und Bielefeld

Forschung

Projekte

  • Die deeskalierende Wirkung von Bodycams im Wachdienst der Polizei Nordrhein-Westfalen (01.05.2017-30.05.2019 )

    Vor dem Hintergrund der politischen Diskussion um steigende Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte (PVD) wird die Hypothese diskutiert, dass offene Audio- und Videoaufzeichnungen durch PVB eine deeskalierende Wirkung entfalten und Gewaltdelikte gegen PVB reduzieren können. Theoretisch kann dies sowohl durch höhere subjektive Sanktionswahrscheinlichkeiten als auch dadurch begründet...

    Auftragsforschung Die deeskalierende Wirkung von Bodycams im Wachdienst der Polizei Nordrhein-Westfalen

    Projektzeitraum ( - )

    Auftragsforschung aktuell laufend Externes Projekt

    Vor dem Hintergrund der politischen Diskussion um steigende Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte (PVD) wird die Hypothese diskutiert, dass offene Audio- und Videoaufzeichnungen durch PVB eine deeskalierende Wirkung entfalten und Gewaltdelikte gegen PVB reduzieren können. Theoretisch kann dies sowohl durch höhere subjektive Sanktionswahrscheinlichkeiten als auch dadurch begründet werden, dass sich Personen dann eher gemäß ihren (normkonformen) Werten und Überzeugungen verhalten, wenn sie ihr Verhalten vor Augen gehalten oder widergespiegelt bekommen. Die präventive und deeskalierende Wirkung sichtbar am Körper getragener Aufzeichnungsgeräte (Bodycams) auf Adressaten polizeilicher Maßnahmen im Wachdienst der Polizei ist insbesondere im deutschen Sprachraum bisher noch nicht in dem Umfang erforscht, als dass belastbare Erkenntnisse für polizeirechtliche, polizeistrategische und polizeitaktische Entscheidungen vorliegen. Dies gilt insbesondere für alltägliche Einsatzsituationen, z.B. im häuslichen Bereich. Mit der Einführung des § 15c in das Polizeigesetz NRW wurde die erforderliche Rechtsgrundlage im Land NRW für den offenen Einsatz von Bodycams sowohl im öffentlichen Raum als auch in privaten Räumen geschaffen. Die Auswirkungen dieser Vorschrift und die praktische Anwendung sollen gem. § 15c PolG NRW bis zum 30.06.2019 durch die Landesregierung unter Mitwirkung einer oder eines unabhängigen sozialwissenschaftlichen Sachverständigen und einer oder eines polizeiwissenschaftlichen Sachverständigen im Rahmen einer Wirkungsanalyse geprüft werden. Zur Beantwortung der Forschungsfragen kommen verschiedene Methoden zum Einsatz. Für den kausalen Nachweis der deeskalierenden Wirkung wurde u.a. ein randomisiertes Verfahren entwickelt und eingesetzt, das es ermöglicht, die Straftaten zum Nachteil von PVB zwischen der Kontroll- (Dienstschichten ohne Einsatz von Bodycams) und der Experimentalgruppe (Dienstschichten mit Einsatz von Bodycams) zu vergleichen. Daneben werden die Einstellungen und Erfahrungen der beteiligten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten im Projektverlauf mehrfach mittels quantitativer und qualitativer Befragungen erhoben. Bürgerbeschwerden und die durch den Einsatz der Bodycam entstandenen Aufnahmen werden quantitativ und qualitativ ausgewertet.

    Datei


    Erstellt am: 03.05.2018 11:03 Zuletzt bearbeitet am: 16.08.2018 11:46
  • Blitz-Marathon (01.09.2012-31.08.2013 )

    Landesweit abgestimmtes Projekt zur Erforschung der Bekanntheit und Akzeptanz des "Blitz-Marathons" in NRW. Die Beteiligung aller Studienorte zur flächendeckenden Erfassung des gesamten Bundeslandes wurde durch Seminarangebote im FM 3 des EJ 2011 in allen Studienorten gewährleistet. Die Ergebnisse wurden örtlich ausgewertet und anschließend überregional zusammengeführt. Link zu Berichten: ...

    Forschungszentrum Blitz-Marathon

    Projektzeitraum ( - )

    Forschungszentrum  Institut für Polizei-und Kriminalwissenschaften (IPK) abgeschlossen

    Landesweit abgestimmtes Projekt zur Erforschung der Bekanntheit und Akzeptanz des "Blitz-Marathons" in NRW. Die Beteiligung aller Studienorte zur flächendeckenden Erfassung des gesamten Bundeslandes wurde durch Seminarangebote im FM 3 des EJ 2011 in allen Studienorten gewährleistet. Die Ergebnisse wurden örtlich ausgewertet und anschließend überregional zusammengeführt. Link zu Berichten: Abschlussbericht, veröffentlicht auf der Homepage der FHöV NRW


    Erstellt am: 14.06.2018 10:34

Publikationen

Buchbeiträge


  • Rückgang der Kriminalität junger Menschen im Kontext des Wandels der Jugendphase
    Naplava, T. (im Erscheinen, vorauss. April 2021): Rückgang der Kriminalität junger Menschen im Kontext des Wandels der Jugendphase. S. , in: Kilchling, M. et al. (Hrsg.), Festschrift zu Ehren von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans-Jörg Albrecht. Berlin: Duncker & Humblot.

  • Polizei und Gewalt
    Naplava, T. (2020): Polizei und Gewalt. S. 159-178, in: Frevel, B. & Salzmann, V. (Hrsg.), Polizei in Staat und Gesellschaft. Politikwissenschaftliche und soziologische Grundzüge. 2. Auflage. Hilden: Verlag Deutsche Polizeiliteratur.

  • "Militarisierung" als Antwort auf "mangelnden Respekt"?
    Naplava, T. (2020): "Militarisierung" als Antwort auf "mangelnden Respekt"? Ein soziologischer Beitrag zur Diskussion um einen Paradigmenwechsel der Polizei in Deutschland. S. 165-183, in: Hunold, D. & Ruch, A. (Hrsg.), Polizeiarbeit zwischen Praxishandeln und Rechtsordnung. Empirische Polizeiforschungen zur polizeipraktischen Ausgestaltung des Rechts. Wiesbaden: Springer.

  • Jugendliche Intensiv- und Mehrfachtäter
    Naplava, T. (2018): Jugendliche Intensiv- und Mehrfachtäter. S. 337-356, in: Dollinger, B. & Schmidt-Semisch, H. (Hrsg.), Handbuch Jugendkriminalität. Interdisziplinäre Perspektiven. 3. Auflage. Wiesbaden: Springer VS.

  • Jugenddelinquenz im interethnischen Vergleich
    Naplava, T. (2018): Jugenddelinquenz im interethnischen Vergleich. S. 317-336, in: Dollinger, B. & Schmidt-Semisch, H. (Hrsg.), Handbuch Jugendkriminalität. Interdisziplinäre Perspektiven. 3. Auflage. Wiesbaden: Springer VS.

  • Soziologische Fragen zu Polizei und Gewalt
    Naplava, T. (2015): Soziologische Fragen zu Polizei und Gewalt. S. 150-167, in: Frevel, B. (Hrsg.), Polizei in Staat und Gesellschaft. Politikwissenschaftliche und soziologische Grundzüge. Hilden: Verlag Deutsche Polizeiliteratur.

  • Der "Praxisworkshop Kriminologische Forschung"
    Naplava, T. & Kania, H. (2014): Der "Praxisworkshop Kriminologische Forschung". S. 141-166, in: Neubacher, F. & Kubink, M. (Hrsg.), Gedächtnisschrift für Michael Walter. Berlin: Duncker & Humblot.

  • Jugenddelinquenz im interethnischen Vergleich
    Naplava, T. (2010): Jugenddelinquenz im interethnischen Vergleich. S. 229-240, in: Dollinger, B. & Schmidt-Semisch, H. (Hrsg.), Handbuch Jugendkriminalität. Wiesbaden: Springer VS.

  • Jugendliche Intensiv- und Mehrfachtäter
    Naplava, T. (2010): Jugendliche Intensiv- und Mehrfachtäter. S. 293-306, in: Dollinger, B. & Schmidt-Semisch, H. (Hrsg.), Handbuch Jugendkriminalität. Wiesbaden: Springer VS.

  • Jugendliche Intensivtäter als Kriminalitätsproblem und Problemkonstruktion
    Naplava, T. (2008): Jugendliche Intensivtäter als Kriminalitätsproblem und Problemkonstruktion. S. 193-214, in: Groenemeyer, A. & Wieseler, S. (Hrsg.), Soziologie sozialer Probleme und sozialer Kontrolle. Wiesbaden: Springer VS.

(Zeitschriften-) Aufsätze


  • Gewalterfahrungen und Nutzung der Bodycam von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten im Wachdienst in Nordrhein-Westfalen
    Naplava, T., Kersting, S. & Reutemann, M. (2020): Gewalterfahrungen und Nutzung der Bodycam von Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten im Wachdienst in Nordrhein-Westfalen. Polizei & Wissenschaft, 3/2020, 24-34.

  • Kriminalitätsfurcht im gesellschaftlichen Kontext. Teil 2: Mediennutzung und Kriminalitätsfurcht
    Naplava, T. & Kania, H. (2012): Kriminalitätsfurcht im gesellschaftlichen Kontext. Teil 2: Mediennutzung und Kriminalitätsfurcht. Kriminalistik 66, 1, 22-26.

  • Kriterien zur Auswahl jugendlicher Intensivtäter auf der Basis von Rückfallanalysen
    Naplava, T. (2011): Kriterien zur Auswahl jugendlicher Intensivtäter auf der Basis von Rückfallanalysen. Kriminalistik 65, 8-9, 533-536.

  • Kriminalitätsfurcht im gesellschaftlichen Kontext. Teil 1: Wohnumfeld und Sicherheitsgefühl
    Naplava, T. & Kania, H. (2010): Kriminalitätsfurcht im gesellschaftlichen Kontext. Teil 1: Wohnumfeld und Sicherheitsgefühl. Kriminalistik 64, 2, 117-121.

  • Kriminalitätsfurcht und registrierte Kriminalität. Sozialökologische Analysen mit Aggregatdaten und Mehrebenenmodellen
    Naplava, T. (2008): Kriminalitätsfurcht und registrierte Kriminalität. Sozialökologische Analysen mit Aggregatdaten und Mehrebenenmodellen. Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform 91, 1, 56-73.

  • Macht Kriminalität Angst? Ergebnisse einer landesweiten Bevölkerungsbefragung durch die Polizei in Nordrhein-Westfalen
    Naplava, T. (2007): Macht Kriminalität Angst? Ergebnisse einer landesweiten Bevölkerungsbefragung durch die Polizei in Nordrhein-Westfalen. Kriminalistik 61, 6, 392-396.

  • Entwicklung der Gewaltkriminalität: Reale Zunahme oder Aufhellung des Dunkelfeldes?
    Naplava, T. & Walter, M. (2006): Entwicklung der Gewaltkriminalität: Reale Zunahme oder Aufhellung des Dunkelfeldes? Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform 86, 5, 338-351.

  • Junge Mehrfachtatverdächtige in der Polizeilichen Kriminalstatistik Nordrhein-Westfalen
    Naplava, T. (2006): Junge Mehrfachtatverdächtige in der Polizeilichen Kriminalstatistik Nordrhein-Westfalen. Bewährungshilfe 53, 3, 260-273.

  • Delinquenz bei einheimischen und immigrierten Jugendlichen im Vergleich. Sekundäranalyse von Schulbefragungen der Jahre 1995-2000
    Naplava, T. (2003): Delinquenz bei einheimischen und immigrierten Jugendlichen im Vergleich. Sekundäranalyse von Schulbefragungen der Jahre 1995-2000. Soziale Probleme 14, 1, 67-96.

  • Methodeneffekte bei der Messung selbst berichteter Delinquenz von männlichen Jugendlichen
    Naplava, T. & Oberwittler, D. (2002): Methodeneffekte bei der Messung selbst berichteter Delinquenz von männlichen Jugendlichen. Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform 85, 6, 401-423.

  • Auswirkungen des Erhebungsverfahrens bei Jugendbefragungen zu 'heiklen' Themen
    Oberwittler, D. & Naplava, T. (2002): Auswirkungen des Erhebungsverfahrens bei Jugendbefragungen zu 'heiklen' Themen - schulbasierte schriftliche Befragung und haushaltsbasierte mündliche Befragung im Vergleich. ZUMA-Nachrichten 26, 51, 49-77.

  • Die Krebsmortalität in den alten Ländern der Bundesrepublik Deutschland
    Albrecht, G., Naplava, T.& Schloosch, A. (1998): Die Krebsmortalität in den alten Ländern der Bundesrepublik Deutschland. Eine medizinökologische Analyse auf Kreisebene. Soziale Probleme 9, 1/2, 182-215.

Bücher/Monographien


  • Die deeskalierende Wirkung von Bodycams im Wachdienst der Polizei Nordrhein-Westfalen: Abschlussbericht
    Kersting, S., Naplava, T., Reutemann, M., Heil, M. & Scheer-Vesper, C. (2019): Die deeskalierende Wirkung von Bodycams im Wachdienst der Polizei Nordrhein-Westfalen: Abschlussbericht. Gelsenkirchen: Institut für Polizei- und Kriminalwissenschaft der FHöV NRW.

  • Ländervergleichende Analyse von Aufklärungsquoten
    Naplava, T., Kersting, S., Krahwinkel, F. (2012): Ländervergleichende Analyse von Aufklärungsquoten. Düsseldorf: Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen.

  • Sicherheit und Lebenszufriedenheit in Kölner Stadtteilen
    Naplava, T. & Kania, H. (2009): Sicherheit und Lebenszufriedenheit in Kölner Stadtteilen. Eine repräsentative Befragung in Köln. Köln: Universität zu Köln.

  • Individuelle und sozialräumliche Determinanten der Kriminalitätsfurcht. Sekundäranalyse der Allgemeinen Bürgerbefragungen der Polizei in Nordrhein-Westfalen
    Naplava, T. (2006): Individuelle und sozialräumliche Determinanten der Kriminalitätsfurcht. Sekundäranalyse der Allgemeinen Bürgerbefragungen der Polizei in Nordrhein-Westfalen. Kriminalistisch-Kriminologische Forschungsstelle 4/2006. Düsseldorf: LKA NRW.

  • Soziale Lebenslagen und Delinquenz von Jugendlichen
    Oberwittler, D., Blank, T., Köllisch, T. & Naplava, T. (2001): Soziale Lebenslagen und Delinquenz von Jugendlichen. Ergebnisse der MPI-Schulbefragung 1999 in Freiburg und Köln. Arbeitsberichte 1/2001. Freiburg i.Br.: MPI.