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HSPV NRW - Profil Prof. Dr. Thomas Naplava

Lehre

Fachbereich
Polizei

Fachgruppe
Sozialwissenschaften

Fächer
  • Soziologie, Politikwissenschaft

Curriculum Vitae

seit 2012Professor für Soziologie und Politikwissenschaft an der HSPV NRW
2007-2012Lehrbeauftragter am Institut für Kriminologie der Universität zu Köln
2006Promotion an der Universität Bielefeld zum Thema Jugenddelinquenz im interethnischen Vergleich
2003-2012wissenschaftlicher Mitarbeiter und Projektleiter der Kriminalistisch-Kriminologischen Forschungsstelle am Landeskriminalamt NRW
2000-2003wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht
1998-2000wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pflegewissenschaft (Universität Bielefeld)
1992-1998Studium der Soziologie in Bonn und Bielefeld

Forschung

Projekte

  • Residentielle Segregation und Kriminalität in deutschen Städten (01.09.2020-31.08.2021 )

    Das Projekt befasst sich mit sozialräumlichen Entstehungsbedingungen von Kriminalität in (Groß-)Städten in Deutschland. Vor dem Hintergrund der Diagnose einer "Krise der Städte" und dem Öffnen der sozialen Schere in Deutschland geht das Projekt der Frage nach, welche Formen der residentiellen Segregation unter Berücksichtigung weiterer sozialräumlicher Entstehungsbedingungen von Kriminalität, wie…

    Residentielle Segregation und Kriminalität in deutschen Städten

    Projektzeitraum ( - )

    Das Projekt befasst sich mit sozialräumlichen Entstehungsbedingungen von Kriminalität in (Groß-)Städten in Deutschland. Vor dem Hintergrund der Diagnose einer "Krise der Städte" und dem Öffnen der sozialen Schere in Deutschland geht das Projekt der Frage nach, welche Formen der residentiellen Segregation unter Berücksichtigung weiterer sozialräumlicher Entstehungsbedingungen von Kriminalität, wie sozialer Desorganisation und Gelegenheitsstrukturen, die unterschiedliche Kriminalitätsbelastung von Städten in Deutschland erklären können. Dabei werden neben der sozialen auch die ethnische und biographische Segregation einbezogen.

    Für die Erklärung von Kriminalitätsraten im städtischen Raum ist das Ausmaß der residentiellen Segregation zum einen von Bedeutung, da diese auf den Zusammenhang zwischen sozialer Benachteiligung in Wohngebieten und der räumlichen Konzentration von Kriminalität verweist. Zum anderen liegen Hinweise darauf vor, dass residentielle Segregation die gesamtstädtische soziale Struktur und deren Regulierungsprozesse beeinflusst und diese mit Kriminalitätsraten ganzer städtischer Räume in Beziehung stehen.

    Zur Beantwortung der Forschungsfrage wird ein Datensatz auf der Ebene von (Groß-)Städten in Deutschland aufgebaut, um auf dieser Datengrundlage Aggregatdatenanalysen durchzuführen. Die Analyseebene stellen somit (Groß-)Städte als räumliche Einheit dar, so dass zum Beispiel der Zusammenhang zwischen der sozialen Segregation der Städte mit deren Kriminalitätsrate analysiert werden kann. Demnach wird untersucht, inwiefern sich Eigenschaften des räumlichen Kontextes auf die Kriminalitätsrate auswirken.

    Die Ergebnisse ermöglichen nicht nur Einsichten in die räumlichen Entstehungsbedingungen von Kriminalität im städtischen Raum, sondern bieten zugleich eine allgemeine Grundlage für die Entwicklung von Präventionsstrategien auf städtischer (kommunaler) Ebene.


    Erstellt am: 02.02.2021 13:13 Zuletzt bearbeitet am: 02.02.2021 15:17
  • Die deeskalierende Wirkung von Bodycams im Wachdienst der Polizei Nordrhein-Westfalen (01.05.2017-30.05.2019 )

    Vor dem Hintergrund der politischen Diskussion um steigende Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte (PVD) wird die Hypothese diskutiert, dass offene Audio- und Videoaufzeichnungen durch PVB eine deeskalierende Wirkung entfalten und Gewaltdelikte gegen PVB reduzieren können. Theoretisch kann dies sowohl durch höhere subjektive Sanktionswahrscheinlichkeiten als auch dadurch begründet…

    Die deeskalierende Wirkung von Bodycams im Wachdienst der Polizei Nordrhein-Westfalen

    Projektzeitraum ( - )

    Vor dem Hintergrund der politischen Diskussion um steigende Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamte (PVD) wird die Hypothese diskutiert, dass offene Audio- und Videoaufzeichnungen durch PVB eine deeskalierende Wirkung entfalten und Gewaltdelikte gegen PVB reduzieren können. Theoretisch kann dies sowohl durch höhere subjektive Sanktionswahrscheinlichkeiten als auch dadurch begründet werden, dass sich Personen dann eher gemäß ihren (normkonformen) Werten und Überzeugungen verhalten, wenn sie ihr Verhalten vor Augen gehalten oder widergespiegelt bekommen. Die präventive und deeskalierende Wirkung sichtbar am Körper getragener Aufzeichnungsgeräte (Bodycams) auf Adressaten polizeilicher Maßnahmen im Wachdienst der Polizei ist insbesondere im deutschen Sprachraum bisher noch nicht in dem Umfang erforscht, als dass belastbare Erkenntnisse für polizeirechtliche, polizeistrategische und polizeitaktische Entscheidungen vorliegen. Dies gilt insbesondere für alltägliche Einsatzsituationen, z.B. im häuslichen Bereich. Mit der Einführung des § 15c in das Polizeigesetz NRW wurde die erforderliche Rechtsgrundlage im Land NRW für den offenen Einsatz von Bodycams sowohl im öffentlichen Raum als auch in privaten Räumen geschaffen. Die Auswirkungen dieser Vorschrift und die praktische Anwendung sollen gem. § 15c PolG NRW bis zum 30.06.2019 durch die Landesregierung unter Mitwirkung einer oder eines unabhängigen sozialwissenschaftlichen Sachverständigen und einer oder eines polizeiwissenschaftlichen Sachverständigen im Rahmen einer Wirkungsanalyse geprüft werden. Zur Beantwortung der Forschungsfragen kommen verschiedene Methoden zum Einsatz. Für den kausalen Nachweis der deeskalierenden Wirkung wurde u.a. ein randomisiertes Verfahren entwickelt und eingesetzt, das es ermöglicht, die Straftaten zum Nachteil von PVB zwischen der Kontroll- (Dienstschichten ohne Einsatz von Bodycams) und der Experimentalgruppe (Dienstschichten mit Einsatz von Bodycams) zu vergleichen. Daneben werden die Einstellungen und Erfahrungen der beteiligten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten im Projektverlauf mehrfach mittels quantitativer und qualitativer Befragungen erhoben. Bürgerbeschwerden und die durch den Einsatz der Bodycam entstandenen Aufnahmen werden quantitativ und qualitativ ausgewertet.

    Datei


    Erstellt am: 03.05.2018 11:03 Zuletzt bearbeitet am: 16.08.2018 11:46
  • Blitz-Marathon (01.09.2012-31.08.2013 )

    Landesweit abgestimmtes Projekt zur Erforschung der Bekanntheit und Akzeptanz des "Blitz-Marathons" in NRW. Die Beteiligung aller Studienorte zur flächendeckenden Erfassung des gesamten Bundeslandes wurde durch Seminarangebote im FM 3 des EJ 2011 in allen Studienorten gewährleistet. Die Ergebnisse wurden örtlich ausgewertet und anschließend überregional zusammengeführt. Link zu Berichten: …

    Blitz-Marathon

    Projektzeitraum ( - )

    Landesweit abgestimmtes Projekt zur Erforschung der Bekanntheit und Akzeptanz des "Blitz-Marathons" in NRW. Die Beteiligung aller Studienorte zur flächendeckenden Erfassung des gesamten Bundeslandes wurde durch Seminarangebote im FM 3 des EJ 2011 in allen Studienorten gewährleistet. Die Ergebnisse wurden örtlich ausgewertet und anschließend überregional zusammengeführt. Link zu Berichten: Abschlussbericht, veröffentlicht auf der Homepage der FHöV NRW


    Erstellt am: 14.06.2018 10:34

Publikationen

Kategorie: Buchbeiträge


Kategorie: (Zeitschriften-) Aufsätze


Kategorie: Bücher/Monographien