Direkt zur HauptnavigationDirekt zum Inhalt

Prof. Dr. Tobias Trappe HSPV NRW - Profil

Lehre

Fachbereich
Polizei

Fachgruppe
-

Fächer
  • Ethik

Forschung

Projekte

  • Bausteine zur Ethik der öffentlichen Verwaltung. Pflichten gegenüber der Gemeinschaft (01.09.2019-31.08.2020 )

    Dreh- und Angelpunkt einer Ethik der öffentlichen Verwaltung ist das „Ethos des Amtes“ und damit der „Dienst“ für das Gemeinwohl („bonum commune“): Das Amt, das durch den Beamten verwaltet wird, verlangt von ihm ein uneigennütziges Tun (§34 S.2 BeamtStG), d.h. den Verzicht auf die Verfolgung privater bzw. partikulärer Interessen zugunsten der res publica. In dieser strikten Orientierung am…

    Bausteine zur Ethik der öffentlichen Verwaltung. Pflichten gegenüber der Gemeinschaft

    Projektzeitraum ( - )

    Dreh- und Angelpunkt einer Ethik der öffentlichen Verwaltung ist das „Ethos des Amtes“ und damit der „Dienst“ für das Gemeinwohl („bonum commune“): Das Amt, das durch den Beamten verwaltet wird, verlangt von ihm ein uneigennütziges Tun (§34 S.2 BeamtStG), d.h. den Verzicht auf die Verfolgung privater bzw. partikulärer Interessen zugunsten der res publica. In dieser strikten Orientierung am Gemeinwohl hat das Berufsbeamtentum eine Verpflichtung radikalisiert, die einmal mit derjenigen des Bürgers als Citoyen identisch war („Jeder Staatsbürger ist Staatsbeamter“: Novalis), inzwischen aber unter den Bedingungen des modernen Liberalismus und Individualismus weitgehend verschwunden zu sein scheint: die Verpflichtung des Menschen gegenüber der Gemeinschaft. Eben diese (missbrauchsanfällige) Verpflichtung kann – das zu zeigen ist ein wichtiges Anliegen des Forschungsvorhabens – ein verbindendes Zentrum einer Ethik der öffentlichen Verwaltung und komplementär dazu einer Staatsbürgerethik bilden.

    Diese Verpflichtung gegenüber der Gemeinschaft soll daher im Rahmen des Forschungsprojektes ausdrücklich zweiseitig – für den Verwaltungsmitarbeiter wie für den „Verwaltungskunden“ – diskutiert werden und zwar an zwei herausragenden Problemfeldern:

    (1)       Zum einen will das Forschungsvorhaben der Frage nachgehen werden, ob es eine ethisch begründbare Pflicht des Polizeibeamten zum „Opfer des eigenen Lebens“ gibt?

    (2)       Zum anderen soll es um die aus einer verwaltungsinternen Perspektive sicher irritierenden Frage gehen, ob es für den Bürger überhaupt eine moralische Verpflichtung gibt, sich den Gesetzen eines Staates und den darin begründeten behördlichen Maßnahmen zu unterwerfen („Rechtsgehorsamspflicht“).

    Beide Themenfelder sind gleichermaßen radikal wie aktuell: sie sind „radikal“, insofern sie einerseits (1) den äußersten Ernstfall menschlicher Selbstaufgabe („Altruismus“) bzw. andererseits (2) die apriorische Voraussetzung des Rechtsstaates betreffen; und sie sind „aktuell“, weil sie sich (1) einerseits auf die gegenwärtigen Herausforderungen durch den internationalen Terrorismus beziehen bzw. andererseits (2) die zunehmende Erosion unserer Demokratie- und Rechtsstaatskultur in den Blick nehmen.


    Erstellt am: 07.11.2019 10:54
  • Ethik der Asylgewährung (01.06.2012-31.12.2012 )

    Im Rahmen des Asylverfahrens entscheiden Mitarbeiter der Verwaltung über existentiellste Belange anderer Menschen. Die Belastungen in diesem Verfahren sowie die ethischen Herausforderungen, vor denen die Mitarbeiter der Verwaltung stehen, sind bislang kaum, von Seiten der Ethik noch gar nicht beleuchtet worden. Vor diesem Hintergrund will das Forschungsvorhaben (1) erstmals die wissenschaftliche…

    Ethik der Asylgewährung

    Projektzeitraum ( - )

    Im Rahmen des Asylverfahrens entscheiden Mitarbeiter der Verwaltung über existentiellste Belange anderer Menschen. Die Belastungen in diesem Verfahren sowie die ethischen Herausforderungen, vor denen die Mitarbeiter der Verwaltung stehen, sind bislang kaum, von Seiten der Ethik noch gar nicht beleuchtet worden. Vor diesem Hintergrund will das Forschungsvorhaben (1) erstmals die wissenschaftliche Basis für eine Ethik der Asylgewährung ausarbeiten und damit (2) die Grundlage für eine wertorientierte Aus- wie Fortbildung im hochsensiblen Bereich der Ausländerverwaltung legen.

  • Ethik der öffentlichen Verwaltung (01.01.2011-31.12.2011 )

    Primäre Grundlage der Forschungsarbeit sind eine kontinuierliche Hospitation bei der Polizei sowie Kommunalverwaltung sowie eine Zusammenarbeit mit Stakeholdern der FHöV NRW wie etwa amnesty international, dem Flüchtlingsrat NRW oder dem Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe etc. Geplant ist die gemeinsame Erstellung von Arbeitsmaterialien etwa in den Themenfeldern Menschenrechte,…

    Ethik der öffentlichen Verwaltung

    Projektzeitraum ( - )

    Primäre Grundlage der Forschungsarbeit sind eine kontinuierliche Hospitation bei der Polizei sowie Kommunalverwaltung sowie eine Zusammenarbeit mit Stakeholdern der FHöV NRW wie etwa amnesty international, dem Flüchtlingsrat NRW oder dem Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe etc. Geplant ist die gemeinsame Erstellung von Arbeitsmaterialien etwa in den Themenfeldern Menschenrechte, Asyl oder Gewalt gegen Frauen. Besonders durch die kontinuierlich auszubauende Kooperation mit externen Einrichtungen bei der Ausarbeitung von praxisnahen Unterrichtsmaterialien betritt das Forschungsvorhaben Neuland.

Publikationen

Kategorie: Buchbeiträge


Kategorie: (Zeitschriften-) Aufsätze


Kategorie: Bücher/Herausgeberschaften


Kategorie: Audiovisuelle Medien