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HSPV NRW - Profil Prof.'in Dr. Dorothee Dienstbühl

Lehre

Fachbereich
Polizei

Fachgruppe
Polizeiwissenschaften

Fächer
  • Kriminologie, Soziologie

Forschung

Projekte

  • Gewalt und Extremismus an nordrhein-westfälischen Schulen (01.09.2020-31.08.2021 )

    Lehrer und Sozialpädagogen an Schulen sehen sich in der Situation, dass sie mit Formen individueller Gewalt konfrontiert werden, die sie nicht als alterstypisch empfinden und die sie vor allem nicht durch übliche erzieherische Maßnahmen behandeln können. Es geht um gewalttätiges Verhalten von Schülern in unterschiedlichen Schulformen (von der Grundschule bis in die (gymnasiale) Oberstufe oder…

    Gewalt und Extremismus an nordrhein-westfälischen Schulen

    Projektzeitraum ( - )

    Lehrer und Sozialpädagogen an Schulen sehen sich in der Situation, dass sie mit Formen individueller Gewalt konfrontiert werden, die sie nicht als alterstypisch empfinden und die sie vor allem nicht durch übliche erzieherische Maßnahmen behandeln können.

    Es geht um gewalttätiges Verhalten von Schülern in unterschiedlichen Schulformen (von der Grundschule bis in die (gymnasiale) Oberstufe oder Berufskollegs. Gewaltphänomene unter Kindern und Jugendlichen (und insbesondere auch an Schulen) sind vielfältig. Unter Gewalttätigkeit werden daher sämtliche Gewaltformen, sowohl gegen Schüler, Lehrer, als auch gegenüber Dritten (z.B. Passanten unmittelbar vor einem Schulhof) und Gegenständen (Sachbeschädigungen) subsumiert, seien sie mit oder ohne Zunahme gefährlicher Gegenstände i.S.d. Strafrechts erfolgt. Dabei ist es Ziel, die jeweils festgestellte Gewalt so genau wie möglich zu erfassen und somit auch quantitativ auswertbar zu gestalten.


    Erstellt am: 04.12.2020 15:23 Zuletzt bearbeitet am: 04.12.2020 15:25
  • Bekämpfung der Kriminalität durch subkulturelle Familienstrukturen - Das Essener Modell (01.01.2019-31.08.2022 )

    Kriminalität durch Personen, die aus kurdisch-arabischstämmigen Großfamilien stammen, ist schon seit Jahren zu einem Problem für den Rechtsstaat avanciert. Vor allem mit sog. „Tumultdelikten“, also Massenschlägereien im öffentlichen Raum oder personenstark ausgetragene Widerstandsdelikte gegen Polizeibeamte, geraten sie unter dem Begriff „Clankriminalität“ in die Medien. Vor diesem Hintergrund…

    Bekämpfung der Kriminalität durch subkulturelle Familienstrukturen - Das Essener Modell

    Projektzeitraum ( - )

    Kriminalität durch Personen, die aus kurdisch-arabischstämmigen Großfamilien stammen, ist schon seit Jahren zu einem Problem für den Rechtsstaat avanciert. Vor allem mit sog. „Tumultdelikten“, also Massenschlägereien im öffentlichen Raum oder personenstark ausgetragene Widerstandsdelikte gegen Polizeibeamte, geraten sie unter dem Begriff „Clankriminalität“ in die Medien. Vor diesem Hintergrund stehen spezifische Großfamilien im Focus der Sicherheitsbehörden. Das Repertoire der von den Mitgliedern begangenen Kriminalität reicht in das Spektrum der Organisierten Kriminalität.

    Aufgrund dieses multifaktoriellen Problemkomplexes, das nicht nur Polizei und Zoll, sondern auch Sozial- und Finanzbehörden betrifft, forciert das Ministerium des Inneren Nordrhein-Westfalens eine „Null-Toleranz-Strategie“. Örtlich existieren zudem eigene Maßnahmenkonzepte: So hat das Polizeipräsidium Essen bereits 2017 den Interbehördlichen Koordinierungskreis (IBK) eingerichtet, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Probleme im Zusammenhang mit Clanstrukturen nachhaltig zu reduzieren. Im Dezember 2018 wurde im PP Essen schließlich eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) „Aktionsplan Clan“ geschaffen, die auf mehrere Jahre angelegt ist.

    Das Forschungsprojekt „Bekämpfung der Kriminalität durch subkulturelle Familienstrukturen - Das Essener Modell“ geht von der Fragestellung aus, was die Polizei benötigt, um die mit dem Phänomen verbundenen Kriminalitätsform wirksam zu bekämpfen und welche Veränderungen zu verzeichnen sind. Basis der Untersuchung ist eine kriminologische Strukturanalyse, die sich auf die Gegebenheiten in Essen fokussiert. Somit umfasst das Forschungsprojekt erstens die interdisziplinäre wissenschaftliche Begleitung der BAO, insbesondere der polizeilichen Praxis, der eingeleiteten Schritte durch die Staatsanwaltschaft und der Maßnahmen weiterer involvierter Behörden (z.B. Zoll, Finanzamt, Jobcenter). Zweitens erfolgt eine Evaluation der im Rahmen der BAO getroffenen Initiativen und Maßnahmen. 


    Erstellt am: 13.01.2020 08:29
  • Gewalt und Extremismus an Schulen (01.09.2018-31.08.2019 )

    Gewalt und Kriminalität an Schulen ist ein besonders sensibler Problembereich. Nicht nur herausragende Gewaltphänomene, wie die Amokläufe (sog. School-Shootings) in Erfurt', Emsdetten und Winnenden' offenbaren das grausame Gewaltpotential an Schulen als Orte des Lernens und Miteinanders. Die Tötung eines 14-jährigen Schülers durch seinen 15-jährigen Mitschüler, der als aggressiv und „unbeschulbar"…

    Gewalt und Extremismus an Schulen

    Projektzeitraum ( - )

    Gewalt und Kriminalität an Schulen ist ein besonders sensibler Problembereich. Nicht nur herausragende Gewaltphänomene, wie die Amokläufe (sog. School-Shootings) in Erfurt', Emsdetten und Winnenden' offenbaren das grausame Gewaltpotential an Schulen als Orte des Lernens und Miteinanders. Die Tötung eines 14-jährigen Schülers durch seinen 15-jährigen Mitschüler, der als aggressiv und „unbeschulbar" galt, schockierte die Öffentlichkeit zum Jahresbeginn 2018.4 Doch auch Medienberichte von gewalttätigem Mobbing, Antisemitismus und extremistischen Einstellungen an deutschen Schulen, werden zu Problemen. Gewalt an Schulen, zum Teil mit Messern und anderen
    gefährlichen Gegenständen i.S. des Strafrechts ausgetragen, scheint eine Konjunktur zu besitzen, die Lehrer, Eltern und Schüler gleichermaßen verunsichert und Angst verursacht. Daneben zeigt sich, dass Rekrutierungsbemühungen von politischen und / oder religiösen Extremisten jeglicher Couleur in die Schulen reichen. Junge Menschen, die sich vor den Augen der Lehrer radikalisieren und nicht mehr erreichbar sind, stellen die Schulen vor Problemen, die nicht einfach durch Hinzuziehen der Polizei geklärt werden können; insbesondere dann nicht, wenn diese Schüler zwar ihre extremistischen Haltungen deutlich machen, dabei jedoch geltendes Recht nicht verletzen oder in einem Maße, das kaum justiziabel genug wäre.  Das Forschungsvorhaben geht zunächst der Frage nach, welche Gewaltphänomene den Schulalltag in NRW aktuell beeinträchtigen. In der damit verbundenen Erhebung soll, überdie Angaben der PKS ­NRW, die die Tatörtlichkeit von Schulen miterfasst, auf Qualität,Intensität und Entwicklung von Gewalttätigkeit, aber auch extremistischen Tendenzen hin untersucht werden. Nachfolgend möchten
    die Antragsteller auf Basis von Erfahrungen in Bedrohungsmanagement und diversen Schulungen und Expertisen für Schulen Maßnahmenkonzepte entwickeln. Dabei sollen Akteure sowohl in, als auch außerhalb von Schulen (z.Ei.in Bezirksregierung, Polizei etc.) entsprechende Zuständigkeiten/ Kompetenzen wahrnehmen, um ein wirksames Bedrohungsmanagement mit notwendigen Handunlungsabläufen implementieren zu können. Im letzten Schritt sollen diese Maßnahmen über ein Schuljahr inweg beobachet und sowohl durch die Antragssteller, als auch durch die beteiligten institutionellen Akteure evaluiert werden. Zur Realisierung und Eingrenzung des Forschungsvorhabens wird mit der Bezirksregierung Münser kooperiert, um unterschiedliche Schulformen einerseits, aber zunächst einen beschränkten Untersuchungsradius andererseits gewährleisten zu können.


    Erstellt am: 11.01.2019 10:41 Zuletzt bearbeitet am: 09.04.2019 11:51

Publikationen

Kategorie: (Zeitschriften-) Aufsätze


Kategorie: Buchbeiträge


Kategorie: Bücher/Monographien