Direkt zur HauptnavigationDirekt zum Inhalt

Prof. Dr. Christoph Giersch HSPV NRW - Profil

Lehre

Fachbereich
Polizei

Fachgruppe
-

Fächer
  • Ethik, TSK, Personalführung

Forschung

Projekte

  • Netzwerk „Orte der Polizeigeschichte“ (01.09.2020-31.08.2021 )

    Zentrale Anliegen des Projektes: 1) Aufbau einer virtuellen Landkarte bzw. eines Netzwerkes von Orten der Polizeigeschichte und deren öffentliche Präsentation Angedacht ist eine interaktive Darstellung auf der Homepage der HSPV bzw. des IGE. Auf einer Landkarte mit entsprechenden Schaltflächen zur Verlinkung mit Texten, Dokumenten, Fotos etc. sollen zu einzelnen Orten systematisch aufbereitete…

    Netzwerk „Orte der Polizeigeschichte“

    Projektzeitraum ( - )

    Zentrale Anliegen des Projektes:

    1) Aufbau einer virtuellen Landkarte bzw. eines Netzwerkes von Orten der Polizeigeschichte und deren öffentliche Präsentation

    Angedacht ist eine interaktive Darstellung auf der Homepage der HSPV bzw. des IGE. Auf einer Landkarte mit entsprechenden Schaltflächen zur Verlinkung mit Texten, Dokumenten, Fotos etc. sollen zu einzelnen Orten systematisch aufbereitete bzw. neu zu erstellende Informationen zugänglich gemacht werden. Zielgruppen dafür sind insbesondere Kommissaranwärter*innen sowie junge Polizist*innen aus NRW. Darüber hinaus soll die Landkarte auch übrigen Interessierten öffentlich zugänglich sein.

    2) Entwicklung und Anwendung von Kriterien zur Bewertung der Relevanz und Geeignetheit der Orte

    Die bisher vom IM aufgelisteten Orte stellen nur eine Vorauswahl dar. Insgesamt gesehen hat die Forschungsgruppe des IGE den Auftrag, generelle Kriterien zu entwickeln, die darüber entscheiden, welche (zusätzlichen) Orte in das virtuelle Netzwerk bzw. auf die virtuelle Landkarte aufgenommen werden. Die Kriterien sollten transparent und allgemeingültig anwendbar sein. Gleichzeitig sollten die verschiedenen Ausrichtung, Größendimensionen, Konzepte etc. der unterschiedlichen Einrichtungen berücksichtigt werden. Ein unverzichtbares Kriterium ist die Möglichkeit, die konkreten Orte mit Gruppen besuchen zu können. Neben der Entwicklung der Kriterien gehört zur Forschungsaufgabe auch die konkrete Anwendung dieser Kriterien auf bislang gelistete Orte bzw. noch zu ergänzende Orte. Dafür wird es notwendig sein, die meisten Orte persönlich zu besuchen und ihre Geeignetheit vor Ort zu überprüfen. Nach Absprache mit dem IM ist die Prüfung der Geeignetheit für die größeren und wissenschaftlich etablierten Einrichtungen nicht erforderlich, jedoch sind auch diese in Bezug auf ihre Konzepte sowie inhaltlichen Beiträge wissenschaftlich aufzuarbeiten.

    3) Erarbeitung von didaktischen Konzepten für die zielgruppenspezifische Nutzung

    Für unterschiedliche Zielgruppen (Studierende der HSPV, Polizeibeamt*innen allgemein, Schulklassen, sonstige Interessierte) sollen spezifische didaktische Nutzungskonzepte erarbeitet werden. Diese sollen in erster Linie im Kontext der Exkursion zu den Erinnerungsorten Anwendung finden, aber gegebenenfalls auch bereits im Rahmen des Online-Zugriffs auf die virtuelle Landkarte. Die Konzepte sind mit den örtlichen Träger*innen der Einrichtungen bzw. Erinnerungsorte abzustimmen und auf die jeweiligen Möglichkeiten (zum Beispiel in Bezug auf eine hauptamtliche oder ehrenamtliche Struktur) anzupassen.

    4) Durchführung von zwei öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen mit Minister Reul

    Die Öffentlichkeitswirksamkeit des Projektes soll auch dadurch unterstützt werden, dass etwa zur Hälfte sowie zum Abschluss des Projektes jeweils eine größere Veranstaltung mit dem Innenministerium sattfinden soll. Zielgruppen sind dafür neben unseren Studierenden auch die Praxispartner*innen der Polizei sowie die interessierte Öffentlichkeit. Inhaltliche Ausgestaltung und organisatorischer Zuschnitt sind durch das Forschungsteam noch genauer zu bestimmen.

    5) Dauerhafter Aufbau einer Netzwerkstruktur von örtlichen Verantwortlichen

    Neben dem virtuellen Netzwerk auf der Homepage soll auch ein reales Netzwerk von Personen an den jeweiligen Studienorten der HSPV gebildet werden, die sich in besonderer Weise für die ausgewählten Erinnerungsorte in ihrem regionalen Zuständigkeitsbereich verantwortlich fühlen, und die dafür entsprechend geschult bzw. informiert werden. So können sie Ansprechpartner*innen für interessierte Personen aus der HSPV oder aus externen Kontexten für die konkreten Erinnerungsorte sein.


    Erstellt am: 04.12.2020 14:53 Zuletzt bearbeitet am: 04.12.2020 16:45
  • Ethisch Führen. Chancen einer werteorientierten Personalführung unter besonderer Berücksichtigung der öffentlichen Verwaltung (01.09.2019-31.08.2020 )

    Die Personalführung ist ein zentraler Bestandteil des Personalmanagements. In kaum einem anderen Feld des Personalmanagements lassen sich derart viele Publikationen, Beratungsangebote und Forschungsaktivitäten finden. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit explizit ethischer Personalführung wurde dagegen lange Zeit weitgehend vernachlässigt. Ethische Personalführung bzw. Führungsethik ist…

    Ethisch Führen. Chancen einer werteorientierten Personalführung unter besonderer Berücksichtigung der öffentlichen Verwaltung

    Projektzeitraum ( - )

    Die Personalführung ist ein zentraler Bestandteil des Personalmanagements. In kaum einem anderen Feld des Personalmanagements lassen sich derart viele Publikationen, Beratungsangebote und Forschungsaktivitäten finden. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit explizit ethischer Personalführung wurde dagegen lange Zeit weitgehend vernachlässigt. Ethische Personalführung bzw. Führungsethik ist eine noch relativ neue wissenschaftliche „Disziplin“. Erst in den letzten 5-10 Jahren sind in zunehmendem Ausmaß Buchpublikationen zu diesem Themenfeld zu verzeichnen. Die Autoren/innen dieser Werke stammen selten aus dem Bereich der wissenschaftlichen Ethik, sondern häufig aus den Wirtschaftswissenschaften, der Psychologie oder sogar der Neurobiologie. Entsprechend vielfältig und uneinheitlich sind die darin begründeten Begriffe und Verständnisse von ethischem Führen.

    Nicht nur die unterschiedlichen „Herkünfte“ erschweren den Zugriff auf dieses Themenfeld, sondern auch die unterschiedlichen Intentionen, die den jeweiligen Werken zugrunde liegen. So versuchen einigen Autoren/innen durch die Reduktion auf wenige zentrale, einfache und zugleich möglichst spektakuläre Thesen Aufmerksamkeit zu erzeugen, um ihre Ideen und sich selbst als deren Träger anschließend optimal vermarkten zu können. Hierbei handelt es sich streng genommen eher um „Beraterliteratur“. Grundsätzlich ist dies nicht zu beanstanden, da auch so im besten Fall wichtige Anregungen und Ideen in die öffentliche wie wissenschaftliche Diskussion eingebracht werden können. Wissenschaftlich betrachte, bleiben diese Werke jedoch oft inhaltlich unausgewogen und unterkomplex.

    Den genau gegenteiligen Weg gehen einige andere Autoren/innen aus dem universitären Kontext, die derart um wissenschaftliche Redlichkeit bemüht sind, dass bei der Fülle der dargestellten Ansätze deren kritische Reflexion oder gar die Entwicklung eigener Ideen weitgehend unterbleibt.

    Das geplante Buchprojekt versucht einen Mittelweg zwischen den dargestellten Extrempolen zu beschreiten. Dabei sollen auch Spezifika der Personalführung in der öffentlichen Verwaltung erörtert werden.

    Folgende Fragen sollen dabei leitend sein:

    1. Was konkret bedeutet „ethisch Führen“ und wie lässt sich der Begriff inhaltlich abgrenzen von Begriffen wie beispielsweise „gutes Führen“ und „erfolgreiches Führen“? Mit welchen Begriffen agieren „traditionelle“ und aktuelle Ansätze? 
    2. Was macht ein Gesamtkonzept guter Führung aus und welche Komponenten sind dabei wie zu berücksichtigen? 
    3. Wie lässt sich der Zusammenhang von Ethik und Erfolg in der Personalführung zutreffend beschreiben? Welche Rolle spielt dabei die Handlungsmotivation?
    4. Woran orientiert sich die Idee der „menschengerechten Führung“ und kann diese als Leitbild für ethisch-gute Führung dienen? 
    5. Welche Bedeutung hat Vertrauen im Kontext von Führung? 
    6. Ist die Vermittlung von „Sinn“ notwendiger Bestandteil von ethisch-guter Führung? Und welche möglichen Spannungsfelder (z.B. Sinnvermittlung von außen versus Autonomie) sind dabei zu berücksichtigen?
    7. Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich für das ethisch-gute Führen im Kontext der öffentlichen Verwaltung?


    Erstellt am: 07.11.2019 10:37 Zuletzt bearbeitet am: 08.11.2019 08:18

Publikationen

Kategorie: Buchbeiträge


Kategorie: (Zeitschriften-) Aufsätze


Kategorie: Bücher/Monographien


Kategorie: Rezensionen


Kategorie: Bücher/Herausgeberschaften