Treffen der AusbildungsträgerAustausch im Bildungszentrum Brühl

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Richterliche Perspektiven und Einsatztraining im Fokus
Das inzwischen vierte Verzahnungstreffen der drei Ausbildungsträger (Hochschule, Training und Praxis) fand kürzlich im Bildungszentrum Brühl statt, wodurch die etablierte Reihe des fachlichen Austauschs auf Arbeitsebene zwischen Dozentinnen und Dozenten, Lehrenden in der Ausbildung sowie Tutorinnen und Tutoren fortgeführt wurde. Ziel des Formats ist es, die Verzahnung zwischen theoretischer Ausbildung, trainingsbezogenen Elementen und praktischer Anwendung weiter zu stärken und aktuelle Herausforderungen gemeinsam zu reflektieren.
Als Referent konnte Richter Rainer Drees vom Landgericht Düsseldorf gewonnen werden. In seinem Vortrag beleuchtete er zentrale Aspekte der polizeilichen Sachverhaltsaufnahme aus richterlicher Perspektive. Im Fokus standen insbesondere Anforderungen an die Dokumentation, Fragen des Richtervorbehalts sowie die Rolle von Polizeibeamtinnen und -beamten als Zeuginnen und Zeugen vor Gericht. Die Ausführungen stießen bei den rund 70 Teilnehmenden auf großes Interesse und lieferten wertvolle Impulse für die tägliche Praxis. Das Skript von Herrn Drees kann über die beiden Autoren angefordert werden. Zudem wird es zum Jahresende im „Kriminalisten-Fachbuch - Kriminalistische Kompetenz“ (KFB) veröffentlicht, das in der digitalen Bibliothek der HSPV NRW unter den Datenbanken verfügbar ist.
Einen praxisnahen und diskussionsanregenden Beitrag leistete darüber hinaus David Ehrenfried (PP Köln, PI 1). Unter dem Titel „Eigensicherung und Eingriffstechniken: Verbesserung des Leistungsstands“ thematisierte er die aktuellen Anforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten im Einsatztraining. Sein Vortrag regte zu einem intensiven Austausch über Ausbildungsstandards, Trainingsmethoden und Optimierungspotenziale an.
Das Verzahnungstreffen, das von der GdP-Kreisgruppe des Bildungszentrums Brühl unterstützt wurde, kann insgesamt als voller Erfolg gewertet werden. Es unterstreicht einmal mehr die Bedeutung eines kontinuierlichen Dialogs zwischen Hochschule, Training und Praxis für eine qualitativ hochwertige polizeiliche Ausbildung.
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