Verkehrslehre + PsychologieVerkehrsunfallopferschutztag

Katharina Darnauer und Magnus Sondermann posieren gemeinsam für ein Foto.
Katharina Darnauer und Magnus Sondermann

Ein Theorie und Praxis verknüpfender Veranstaltungstag zur Realisierung eines qualitativ hochwertigen Verkehrsunfallopferschutzes

Infografik in bunten Farben zum Verkehrsopferschutztag.
Infografik

Wenn sich die Bereiche Verkehrslehre und Psychologie an der HSPV NRW begegnen, ist das zunächst keine alltägliche Kombination. Doch genau in dieser Schnittmenge liegt enormes Potenzial mit besonderer Relevanz für die polizeiliche Praxis. Verkehrsunfälle gehören zu den häufigsten Einsatzanlässen polizeilichen Handelns – insbesondere tödliche Verkehrsunfälle stellen dabei eine erhebliche fachliche und psychische Herausforderung dar.

Um Studierende gezielt auf diese Situationen vorzubereiten und ihre Handlungskompetenz zu stärken, wurde der Verkehrsunfallopferschutztag (im Transfermodul des hochschuldidaktischen Zertifikatsprogramms) entwickelt und erfolgreich im Hauptstudium 2 (Polizeivollzugsdienst, PVD) des Einstellungsjahrgangs 2023 am Studienort Köln durchgeführt. Die Veranstaltung verbindet theoretische Grundlagen mit praktischen Übungen und ermöglicht den Studierenden einen umfassenden Einblick in die Anforderungen des Verkehrsunfallopferschutzes.

Neben der Vermittlung fachlicher und psychologischer Inhalte bot der Tag auch Raum für den Erfahrungsaustausch mit Opferschützerinnen und -schützern aus den Kreispolizeibehörden. Besonders eindrucksvoll war der persönliche Beitrag einer Angehörigen, die den Studierenden einen authentischen Einblick in die Perspektive Betroffener gewährte.

Eine anschließende Evaluation lieferte erste Hinweise auf die Wirksamkeit des Lehrkonzepts und dessen Mehrwert für die Ausbildung angehender Polizeibeamtinnen und -beamter.

Fortführung und Beteiligung erwünscht

Das Konzept soll im Hauptstudium 2 (PVD) des Einstellungsjahrgangs 2024 an weiteren Studienorten der HSPV NRW fortgeführt werden. Der im Intranet der Polizei NRW veröffentlichte Beitrag zum Projekt stieß bereits auf große Resonanz: Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich des polizeilichen Verkehrsunfallopferschutzes signalisierten Interesse und Kooperationsbereitschaft.

Zur weiteren Umsetzung werden nun Dozentinnen und Dozenten aus den Bereichen Verkehrslehre und Psychologie gesucht, die das Projekt an ihren Studienorten unterstützen und in die Lehre integrieren möchten.

Interessierte Dozentinnen und Dozenten, die das Projekt unterstützen oder weitere Informationen zum Lehrkonzept erhalten möchten, können sich gerne an Magnus Sondermann oder Katharina Darnauer wenden. Beide stehen für Rückfragen und zur Koordination der weiteren Umsetzung zur Verfügung.

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