VeranstaltungsberichtDrittes Mannheimer Forum für Personalmanagement

Vier Personen stehen nebeneinander auf einer Bühne und posieren für ein Gruppenbild.
V.l.n.r.: Prof. Dr. Lars Oliver Michaelis, Christiane Juny, Dr. Kathrin Greve, Prof. Dr. Till Immich und Prof. Dr. Michael Kawik

Beschäftigte des öffentlichen Dienstes im Spiegel der Gesellschaft

Am 24. und 25. April 2024 fand das dritte Mannheimer Forum für Personalmanagement statt, das vom MIP (Mannheimer Institut für das Personalmanagement der Bundeswehr an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Fachbereich Bundeswehrverwaltung) veranstaltet wurde. Das Forum zum Thema „Beschäftigte des öffentlichen Dienstes im Spiegel der Gesellschaft“ bot einen umfassenden Einblick in aktuelle Themen und Herausforderungen. Als Vertreterinnen und Vertreter der HSPV NRW waren die Lehrenden Dr. Kathrin Greve, Christiane Juny, Prof. Dr. Lars Oliver Michaelis und Prof. Dr. Till Immich vor Ort und nutzten die Möglichkeit des regen fachlichen Austauschs.

Das Institut für Personal und Management (IPM) der HSPV NRW und das MIP haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen und bereits im vergangenen Jahr eine gemeinsame Tagung in Mannheim und Köln organisiert. Der Tagungsband wird in Kürze erscheinen.

Nach einer herzlichen Begrüßung und Einführung durch Prof. Dr. Michael Kawik von der Hochschule des Bundes, gefolgt von einem Grußwort des Dekans des Fachbereichs Bundeswehrverwaltung, startete die gut besuchte Tagung am Nachmittag.

Es wurde eine Vielzahl von Themen besprochen:

  • Dr. Michael Schwarz (Bundeskanzleramt Berlin) ging in seinem Vortrag auf funktionale Ämter ein und stellte dabei die Frage: „Wen verbeamten?“.
     
  • In anderen Vorträgen und Diskussionen ging es um Werte und Haltungen im öffentlichen Dienst, arbeitsbezogene Wünsche und Werte als Grund für die Ablehnung der Bundeswehr als Arbeitgeber sowie um Erkenntnisse zu steuerrechtlichen Verfehlungen von Beamtinnen und Beamten. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und unterschiedliche Perspektiven zu diskutieren.
     
  • Prof. Dr. Claudia Trippel und Prof. Dr. Beatrice Hurrle von der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl (Baden-Württemberg) zeigten in ihrem Vortrag Erkenntnisse über die Studienmotivation und die Zukunftsziele ihrer Studierenden auf. Für die Teilnehmenden der HSPV NRW war es dabei interessant zu erfahren, dass die Hochschule in Kehl eine sehr geringe „Dropout-Quote“ in Höhe von etwa zehn vorweisen kann.
     
  • Einen Überblick über die aktuelle Rechtsprechung im Dienstrecht konnte der Präsident des Verwaltungsgerichts Stuttgart, Prof. Dr. Jan Bergmann, geben, wobei auch die Besetzung des Präsidentenpostens beim Oberverwaltungsgericht NRW thematisiert wurde.
     
  • Die Rolle des öffentlichen Dienstes in den sozialen Medien sowie die Analyse von angriffsvorbereitendem Verhalten in komplexen Situationen wurden in weiteren Vorträgen ebenfalls behandelt.
     

Tagungsunterlagen können für Studierende bei der Suche nach einem Thema für eine Haus-, Seminar- oder Bachelorarbeiten hilfreich sein. Daher sei an dieser Stelle, auch wegen der weiteren gelungenen Vorträge, auf die Internetseite des MIP verwiesen.

Die Vortragsunterlagen sind online abrufbar: 

Website des MIP


Die Veranstaltung endete am Nachmittag des zweiten Tages mit einem positiven Resümee und einer Verabschiedung, wobei die Teilnehmenden mit neuen Erkenntnissen, inspirierenden Diskussionen und wertvollen Kontakten im Gepäck zurückreisen konnten. Das dritte Mannheimer Forum für Personalmanagement erwies sich somit als eine äußerst gelungene und informative Veranstaltung für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. 

Nach der Veranstaltung konnten Prof. Dr. Lars Oliver Michaelis (Sprecher des IPM der HSPV NRW) und Prof. Dr. Till Immich mit einer weiteren positiven Nachricht nach Nordrhein-Westfalen zurückkehren: Aufgrund der gelungenen gemeinsamen Tagung des IPM mit dem MIP im letzten Jahr, ist für 2025 eine weitere gemeinsame Veranstaltung beabsichtigt. In Kürze starten die Planungen mit Herrn Prof. Dr. Kawik aus Mannheim.