KI-Nutzung in der StadtverwaltungErfolgreiche Projektpräsentation

Aufnahme der Projektgruppe.
Aufnahme der Projektgruppe
Teilen
Social Sharing mit Shariff Für das Teilen von Artikeln nutzen wir Shariff. Shariff stellt Social-Media-Buttons datenschutzkonform bereit, ohne beim Laden der Seite Daten an externe Plattformen (z. B. Facebook, X, LinkedIn) zu übertragen.

Studierende präsentieren Ergebnisse zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) in der Stadtverwaltung Troisdorf

Die Projektpräsentation Anfang Juni 2026 zum Thema „Implementierung von KI in den Arbeitsalltag einer Kommunalverwaltung“ war ein voller Erfolg.

Worum ging es im Projekt?

Ziel des Projekts war es, bestehende KI‑Werkzeuge in der Stadtverwaltung Troisdorf zu dokumentieren, mögliche Anwendungsszenarien in fünf Verwaltungsbereichen mit den Schwerpunkten State-Citizen Communication und Behördenkommunikation zu identifizieren sowie Hindernisse und Erfolgsfaktoren für eine tägliche Nutzung herauszufinden. Die Arbeit entstand unter Betreuung von Daniel Reich (HSPV NRW) und Sebastian Glees (Stadt Troisdorf).

Was wurde herausgefunden?

Die Ergebnisse zeigen, dass KI heute vor allem zur Textbearbeitung, Recherche und Erstellung von Zusammenfassungen genutzt wird und von vielen Beschäftigten als unterstützendes Werkzeug mit hohem Zukunftspotenzial wahrgenommen wird.

  • Verbreitete Nutzung und Werkzeuge: In Troisdorf kommen unter anderem GPT4YOU, ChatGPT, Perplexity und fachbezogene Tools wie Beck‑Online zum Einsatz; 85 % der Befragten nutzen bereits KI‑Tools.
  • Hauptsächliche Wahrnehmungen waren Zeitersparnis und Arbeitserleichterung; 69 % gaben an, dass KI Zeit spart. 
  • Herausforderungen sind unterschiedliche Kompetenzniveaus, rechtliche Unsicherheiten, Datensicherheit, mangelnde Fachspezifik der Schulungen und variable Datenqualität. 
  • Erfolgsfaktoren sind praxisorientierte Schulungen, klare Rahmenbedingungen (Dienstanweisungen), technische Aktualität, Prozessintegration und ein klares Commitment der Führungsebene („tone from the top“). 

Wie wurde geforscht?

Die Ergebnisse beruhen auf leitfadengestützten, qualitativen Interviews mit 13 Mitarbeitenden aus unterschiedlichen Hierarchieebenen sowie einer inhaltsanalytischen Auswertung nach Mayring. Es wurde ein Querschnitt aus verschiedenen Fachbereichen erzielt. 

Welche Empfehlungen ergeben sich?

  • Ausbau des Fachbereichs spezifischer, praxisnaher Schulungen zur sicheren und effizienten Nutzung von KI.
  • Klare, regelmäßig aktualisierte Dienstanweisungen und organisatorische Integrationskonzepte.
  • Technische Verbesserungen und besseren Support (zum Beispiel Internetanbindung, Performance‑Optimierung).
  • Pilotprojekte in routinebasierten Bereichen (zum Beispiel Protokollerstellung, Übersetzungen, Formularunterstützung), um Vertrauen und Routine aufzubauen.

Dies ist erneut ein gutes Beispiel für das Zusammenspiel von Theorie und Praxis. Das Projekt zeigt, wie Forschung unmittelbar in die Praxis von Kommunalverwaltungen zurückfließen kann: Es verbindet wissenschaftliche Analyse mit konkreten Handlungsempfehlungen für Schulung, Technik und Governance.

 


Zurzeit führt die Stadt Troisdorf eine Beteiligung zur Fortschreibung ihrer Smart City Strategie durch.

Hintergrund: Der Großteil der in der 2023 veröffentlichten Strategie enthaltenen Projekte ist bereits erfolgreich umgesetzt worden. Zugleich haben sich in den letzten Jahren wichtige digitale und technologische Entwicklungen ergeben. Ziel ist es, die bisherigen Ansätze weiterzuentwickeln, neue Projekte zu identifizieren und die Zukunftsfähigkeit Troisdorf zu stärken.

Mit Ihrer Teilnahme unterstützen Sie die Stadt Troisdorf dabei, Bedarfe, Ideen und Prioritäten für die weitere Smart City Entwicklung zu erfassen.

Die Umfrage ist online verfügbar:

mehr erfahren

Umfassende Informationen zur Smart City finden Sie auf der Website der Stadt Troisdorf:

Smart City Troisdorf