KI erforscht KIStudie zu KI-Fachkräften in der Verwaltung
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13 Millionen Stellenanzeigen wurden durch das IW Köln und die HSPV NRW hinsichtlich des KI-Kompetenzbedarfs in der öffentlichen Verwaltung analysiert
Die gemeinsame Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), vertreten durch Jan Büchel und Jan Felix Engler, und der HSPV NRW, vertreten durch Prof. Dr. Nicolai Krüger (Verwaltungsinformatik), ist jetzt in den IW-Trends (2/2026) erschienen. Das Besondere: Um den 0 zu vermessen, kam selbst KI zum Einsatz.
Der Anteil der HSPV NRW lag dabei in der Entwicklung von gleich zwei Klassifikationskomponenten. Die erste ist eine Rule Engine, eine regelbasierte Analyse zur Zuordnung der Stellenanzeigen zum öffentlichen Dienst. Diese Aufgabe erweist sich als deutlich anspruchsvoller, als sie zunächst erscheint: Was ist überhaupt eine Behörde? Die rund 700.000 unterschiedlichen Namen der ausschreibenden Organisationen lassen häufig nicht unmittelbar erkennen, ob dahinter ein privates Unternehmen, eine klassische Behörde oder eine Einrichtung des sonstigen öffentlichen Dienstes steht. So zählen etwa städtische Kindergärten, Krankenhäuser oder Hochschulen zwar zum öffentlichen Dienst, gehören aber nicht zur öffentlichen Verwaltung im engeren Sinne, auf die sich die Studie konzentriert. Solche Fälle lassen sich nicht einfach per Stichwortliste klassifizieren.
Als zweite Komponente entstand an der HSPV NRW daher ein AI-Classifier, der auf Basis großer Sprachmodelle eine qualitativ hochwertige Einordnung trifft. Aus Kostengründen kam das umfassendere Reasoning-Modell gezielt nur dann zum Einsatz, wenn regelbasierte Zuordnung und ein kosteneffizientes Standardmodell zu unterschiedlichen Einstufungen kamen; ergänzend wurden die Zuordnungen stichprobenartig manuell überprüft. Das IW wiederum stellte den Datensatz von knapp 13 Millionen Online Stellenanzeigen bereit.
Für den dritten Analyseschritt kam zudem ein am IW um Jan Büchel entwickeltes Machine-Learning-Modell zum Einsatz, das Stellenanzeigen mit KI-Bezug mit sehr hoher Güte identifiziert (Precision 0,98, Recall 0,95). Gemeinsam wurde so die Analyse vorangetrieben, deren Ergebnisse inzwischen auch in den Medien vielfältig aufgegriffen wurden. Und diese Ergebnisse sind ernüchternd: Nur 0,7 Prozent der behördlichen Stellenanzeigen des Jahres 2025 weisen einen KI-Bezug auf, weniger als halb so viel wie in der Privatwirtschaft. Auf kommunaler Ebene sind es sogar nur 0,3 Prozent, und in 43 Prozent aller deutschen Kreise fand sich keine einzige KI-bezogene Verwaltungsstelle. Fast die Hälfte der KI-Stellen verlangt zudem einen Masterabschluss. Gerade im technischen Bereich bieten die Hochschulen des öffentlichen Dienstes bislang jedoch kaum eigene Master-Studiengänge an.
Warum daraus ein strukturelles Paradox entsteht, welche Behörden als Vorreiter vorangehen und welche Reformen die Autoren empfehlen, lesen Sie in der Studie selbst.
Die vollständige Studie ist frei verfügbar:





