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Adventsreihe (Teil 1)Das jüdische Lichterfest Chanukka

Von den einen geliebt, von anderen gemieden: Die Advents- und Weihnachtszeit ist eine ganz besondere Angelegenheit. Vielschichtige Einflüsse und Gedanken verbinden sich mit ihr – auch Perspektiven, die vielleicht nicht ganz so bekannt sind. Zu jedem Adventswochenende gibt es hier einen kleinen Impuls.

1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – dieses Jubiläum wird 2021 gefeiert. Die jüdischen Feste sind Bestandteil unserer Kultur – aber sie sind doch weitgehend unbekannt.

Wenn ringsum alle Zeichen auf Advent und Weihnachten stehen, feiern Jüdinnen und Juden Chanukka. In diesem Jahr beginnt es mit dem Sonnenuntergang am 28. November und endet mit Anbruch der Nacht am 6. Dezember.

Acht Tage lang wird das jüdische Lichterfest begangen. Es entstand im 2. Jh.v.d.Z., als der Tempel in Jerusalem nach langer Besatzungszeit wieder eingeweiht wurde. Jeden Abend wird an einem achtarmigen Leuchter jeden Tag ein Licht mehr angezündet, bis am achten Tag alle acht Kerzen brennen. Die wachsende Kraft des Lichts strahlt Hoffnung aus und lässt die Dunkelheit weichen.

Chanukka ist ein Fest der kulturellen Selbstbehauptung. Beim abendlichen Lichteranzünden versammeln sich Familie und Freunde; sie stellen den Leuchter ins Fenster, um der Welt von Gottes Wundern zu erzählen. Singen, spielen, Geschenke für die Kinder und köstliche Leckereien machen jeden Abend zu einem Fest.*
 

 


* Nach: Rabbinerin Dr. Ulrike Offenberg