Radverkehrssicherheit im FokusInitiative #sicherimStraßenverkehr

Die beiden Minister und eine Polizistin in Uniform verteilen schwarze Helme an Kinder.
Innenminister Herbert Reul und Verkehrsminister Oliver Krischer unterstützten Kinder beim sicheren Anpassen ihrer neuen Fahrradhelme.
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Die HSPV NRW war Teil der Jahreshauptversammlung der Landesinitiative #sicherimStraßenverkehr in Arnsberg.

Die Sicherheit des Radverkehrs stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreshauptveranstaltung der nordrhein-westfälischen Landesinitiative #sicherimStraßenverkehr am 30. Mai 2026 in Arnsberg-Neheim. Gemeinsam mit der Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD) beteiligte sich die HSPV NRW mit einem Informationsstand an der landesweiten Präventionsveranstaltung. Begleitet wurde die Präsenz der HSPV NRW von zwei Absolventinnen der Hochschule, deren erfolgreiche Abschlussarbeiten bei der diesjährigen Thesis-Prämierung ausgezeichnet wurden. 

Zu den Gästen der Veranstaltung zählten unter anderem Innenminister Herbert Reul, Verkehrsminister Oliver Krischer sowie Bundeskanzler Friedrich Merz. Gemeinsam mit zahlreichen Netzwerkpartnern setzten sie ein sichtbares Zeichen für mehr Rücksichtnahme, Prävention und Verantwortung im Straßenverkehr.

Der thematische Schwerpunkt der Initiative lag in diesem Jahr auf der Radverkehrssicherheit. Hintergrund sind steigende Unfallzahlen und veränderte Mobilitätsformen. Nach Angaben der Landesregierung kamen im Jahr 2025 in Nordrhein-Westfalen 106 Menschen bei Fahrrad- und Pedelec-Unfällen ums Leben. Besonders besorgniserregend ist dabei die Entwicklung bei Kindern sowie älteren Menschen im Zusammenhang mit der zunehmenden Nutzung von E-Bikes und Pedelecs.

  • Die drei Männer stehen inmitten einer Zuschauermenge in der Innenstadt von Arnsberg-Neheim.
    NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer, Bundeskanzler Friedrich Merz und NRW-Innenminister Herbert Reul nahmen an der Veranstaltung teil.
  • Kinder mit Fahrradhelmen und Fahrrädern stehen vor einem Infostand. Hinter dem Stand steht eine Frau, die Sachen verteilt.
    Mit viel Neugier erkundeten Kinder am gemeinsamen Infostand von HSPV NRW und VOD die Themen Verkehrssicherheit und Prävention.

Innenminister Herbert Reul hob in seinem Beitrag die besondere Verletzlichkeit von Radfahrenden hervor. Bereits kurze Momente der Unaufmerksamkeit könnten schwerste Folgen haben. Verkehrsminister Oliver Krischer betonte zugleich die gesellschaftliche Bedeutung des Radverkehrs für Gesundheit, Klimaschutz und moderne Mobilität. Voraussetzung hierfür seien jedoch sichere Verkehrswege, eine leistungsfähige Infrastruktur sowie eine nachhaltige Sensibilisierung aller Verkehrsteilnehmenden. Bundeskanzler Friedrich Merz appellierte an alle Eltern, bei jeder Fahrt einen Helm zu tragen. Sie seien die besten Vorbilder und ein Helm schütze vor schweren Verletzungen bei einem Sturz oder einem Unfall.

Die Veranstaltung verdeutlichte eindrucksvoll, dass moderne Verkehrssicherheitsarbeit weit über klassische Verkehrsüberwachung hinausgeht. Prävention, Aufklärung und verkehrspädagogische Ansätze gewinnen zunehmend an Bedeutung. Mit zahlreichen Informationsständen, interaktiven Angeboten und vielfältigen Präventionsaktionen war die Polizei NRW auf der Aktionsfläche in besonderer Weise präsent und setzte sichtbare Akzente im Bereich der Verkehrssicherheitsarbeit. Weitere Netzwerkpartner präsentierten praxisnahe Angebote zur Unfallprävention, zur Sichtbarkeit im Straßenverkehr sowie zur sicheren Nutzung von Fahrrädern und Pedelecs. 

Die Verkehrssicherheitsarbeit der Zukunft erfordert neben fachlicher Expertise zunehmend kommunikative, präventive und zielgruppenorientierte Kompetenzen. Dies betrifft insbesondere die Arbeit mit Kindern, Seniorinnen und Senioren sowie neuen Nutzergruppen im Radverkehr.

Die Beteiligung der HSPV NRW an der Landesinitiative unterstreicht zugleich die Bedeutung einer wissenschaftlich fundierten und praxisnahen Ausbildung im Polizeistudium. Verkehrssicherheitsarbeit ist heute mehr denn je eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Prävention, Bildung und interdisziplinäre Zusammenarbeit miteinander verbindet.

Die Veranstaltung in Arnsberg hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig das gemeinsame Engagement von Polizei, Wissenschaft, Kommunen und gesellschaftlichen Partnern für mehr Sicherheit im Straßenverkehr ist.