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Ordnungspraktiken und interkulturelle KommunikationWorkshop an der WWU in Münster

Kooperative Veranstaltung der Initiative "Weltoffene Hochschulen gegen Fremdenfeindlichkeit" an der HSPV NRW. Der Workshop findet am 01./02.07.2022 in den Räumen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) statt.

Immer mehr Menschen fliehen aus ihren Heimatländern vor Krieg, Gewalt und politischer Verfolgung nach Deutschland. Die öffentlichen Diskussionen über Asylpolitik in Deutschland und Europa nehmen zu. Begrenzungen bei der Flüchtlingsaufnahme werden gefordert, nicht selten von rassistischen Untertönen begleitet und verweisen auf die „fremde“ Kultur oder die fremde Religionszugehörigkeit von Flüchtlingen.

Auch die Polizei hat im alltäglichen Dienst mit Menschen unterschiedlicher Nationalitäten, Ethnien und Religionen zu tun. Oftmals werden Begegnungen der Beamt:innen mit Personen, die einen Migrationshintergrund haben, als ein Zusammentreffen kultureller Differenzen erlebt. Dabei stehen die Ethnizität, das Werteverständnis und die Religionszugehörigkeit des Gegenübers im Vordergrund. Der Polizeibeamte und Ethnologe Marcel Müller zeigt in seinem Buch „Umgang mit Differenzen am Beispiel von Verkehrskontrollen“ eine Vielzahl von Erfahrungen auf und kommt zu dem Ergebnis, dass eine nicht ausreichende interkulturelle Kommunikationsfähigkeit auf Seiten der Beamt:innen zu einem Wechsel in den Zwangsmodus führt, der dann oftmals als eine rassistisch motivierte Kontrolle wahrgenommen wird.

Um angehenden Polizeibeamt:innen einen weiteren - etwas anderen - Einblick in Kommunikation, Interkulturalität, Zusammengehörigkeit und Diversität zu ermöglichen, wird im Rahmen der Weltoffenen Hochschule ein Workshop mit der WWU Münster angeboten. In diesem Workshop werden Studierende der Ethnologie an der WWU und zukünftige Polizeibeamt:innen der HSPV NRW sich begegnen, gemeinsam handlungsorientiert zu Fragen von Kommunikation, Chancengleichheit, Wahrnehmung, Interkulturalität etc. arbeiten und dabei lernen, ihr Verhalten kritisch zu hinterfragen und die jeweils andere Perspektive tatsächlich auch einmal auszuprobieren.

Studierende des Studiengangs Polizeivollzugsdienst der HSPV NRW sind herzlich eingeladen an dem Workshop teilzunehmen.

Termin
01. Juli 2022, 9.00 - 16.00 Uhr
02. Juli 2022, 9.00 - 13.00 Uhr


Workshopleitung

Prof. Dr. Helene Basu
Institut für Ethnologie, WWU Münster

Yassin Gaber
Institut für Ethnologie, WWU Münster

Polizeikommissarin Hülya Duran
Lehrbeauftragte, HSPV NRW

Landespolizeipfarrer Stephan Draheim
Lehrbeauftragter, HSPV NRW


Gemeinsamer Workshop der HSPV NRW am Studienort Münster, des IGE (Institut für Geschichte und Ethik der Polizei und öffentlichen Verwaltung der HSPV NRW) und der WWU Münster.


Kontakt
Prof. Dr. Frauke Kurbacher
frauke.kurbacher(at)hspv.nrw.de
 

Hinweise zur Anmeldung

Studierende können sich unter stephan.draheim(at)ekvw.de und Angabe des Veranstaltungstitels „Ordnungpraktiken und Interkulturelle Kommunikation“ bis zum 24.06.2022 anmelden.

Die Teilnahme an dem Workshop ist kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.