Mit LeLa ins FinaleStudentische App-Idee gewinnt Halbfinale

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Die App-Idee des KI-basierten Lebenslagenassistenten „LeLa“ begeisterte bei der Digital Future Challenge in Berlin auf der Pitch-Bühne und zieht damit ins Finale ein.
Am 15. Januar wurden auf großer Bühne studentische Projekte im Rahmen der Digital Future Challenge vorgestellt, einem deutschlandweiten Wettbewerb zu digtialen Innovationen für die Gesellschaft, der zum sechsten Mal stattfand. Das LeLa-Team überzeugte Jury und Publikum gleichermaßen und erhält nun die Gelegenheit, das Konzept zur Verwaltungsdigitalisierung im Finale auf noch größerer Bühne zu präsentieren – direkt vor dem Bundesminister für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, Dr. Karsten Wildberger. Das Konzept hinter LeLa verbindet Verwaltungs- und Informatik-Know-how: Durch das sogenannte National Once Only Technical System (kurz: NOOTS) ergibt sich in Deutschland eine vom Bundestag bereits beschlossene Erneuerung der IT-Infrastruktur. Diese nutzte das Team um Ilona Dyck (Stadt Bielefeld), Astrid Gemen (Stadt Ahaus), Robert Gottschalt (Polizei NRW Bielefeld), Christina Gumbel (Stadt Detmold) und Marvin Hoppe (Polizei NRW Bielefeld) geschickt, um NOOTS mit Künstlicher Intelligenz und regelbasierten Algorithmen zu verknüpfen. LeLa erkennt prädiktiv anstehende Behördenkontakte, etwa ausgelöst durch die Geburt eines Kindes, selektiert die zugehörigen Lebenslagen aus dem Onlinezugangsgesetz (OZG) und bereitet notwendige Anträge bestmöglich personenbezogen vor - auf Basis der Daten der BundID.

Diese Kombination überzeugte auch die Jury: Der LeLa-Pitch setzte sich erfolgreich gegen starke Wettbewerberteams anderer Hochschulen und Universtitäten aus ganz Deutschland durch. Jeder Pitch umfasste fünf Minuten Präsentation sowie weitere fünf Minuten Fragerunde. Die Fragen an Christina Gumbel, die stellvertretend für das gesamte LeLa-Team auf der Bühne brillierte, hatten es in sich. Bereits die erste Frage lautete: “Wie wollen Sie NOOTS in der Fläche implementieren?”
Doch neben einem visuell aufwendigen Prototyp hatte das Team auch ein inhaltlich solides und durchdachtes Konzept erarbeitet und konnte alle Fragen der Jury überzeugend beantworten. Schon während der Fragerunde brachte die Jury ihre Begeisterung zum Ausdruck: “Man spürt, das ist für Sie eine echte Herzensangelegenheit.”
Die Teilnahme der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW erfolgte im Rahmen einer Vorlesung von Prof. Dr. Nicolai Krüger im Studiengang Verwaltungsinformatik. Im Fach E-Government beschäftigen sich die Studierenden im Rahmen ihrer regulären Studienleistungen mit der Konzeption und Implementierung von KI-Agenten – also automatisch und teilweise autonom agierenden KI-Systemen – und reflektieren diese zugleich systematisch im Kontext von Verwaltungsrecht, Governance und praktischer Umsetzbarkeit im öffentlichen Sektor.
Auf freiwilliger Basis reichten vier studentische Teams ihre Konzepte bei der Digital Future Challenge ein. Ein Team wurde schließlich zum Halbfinale nach Berlin eingeladen und setzte sich damit gegen über 80 weitere Bewerbungen durch.
Nun heißt es: Daumen drücken, denn am 12. Februar geht es erneut nach Berlin - zum Finale.





