Kooperation mit ZenDiSSouveräne Verwaltungsdigitalisierung

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Die HSPV NRW und das Zentrum für digitale Souveränität der öffentlichen Verwaltung gehen eine Partnerschaft ein
Die HSPV NRW ist seit diesem Jahr offizieller Kooperationspartner des Zentrums für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS).
Erste Ergebnisse dieser Zusammenarbeit zeigen sich bereits in Gastvorträgen innerhalb der Seminare der Verwaltungsinformatik, in zwei gemeinsamen Podcast-Episoden sowie in der Planung einer Open-Source-Konferenz mit Verwaltungsschwerpunkt. Besonders hervorzuheben ist jedoch, dass alle Studierenden des Studiengangs Verwaltungsinformatik automatisch über die Plattform openCode Zugriff auf den Quellcode und die Ressourcen zahlreicher Open-Source-Tools der Verwaltung erhalten.
Prof. Dr. Nicolai Krüger, von dem die Initiative an der HSPV NRW ausging, sieht darin einen unmittelbaren Mehrwert für Lehre und Forschung: „Unsere Studierenden lernen frühzeitig, souveräne IT-Lösungen zu analysieren und einzuordnen. Das befähigt sie, später fundierte Entscheidungen über den Einsatz offener Verwaltungssoftware zu treffen – und dabei auch langfristige technologische und gesellschaftliche Auswirkungen zu berücksichtigen.“
Was steckt dahinter?
Open Source bezeichnet die Offenlegung von Quellcodes. Souveräne Software meint im staatlichen Kontext zum einen die Unabhängigkeit von proprietärer, also lizenzpflichtiger Software. Zum anderen geht es um geopolitische – und damit auch strategische – Unabhängigkeit von Anbietern außerhalb der EU. Das ZenDiS unterstützt die öffentliche Verwaltung im Bund, in den Ländern und Kommunen dabei, ihre Handlungsfähigkeit im digitalen Raum langfristig abzusichern – vor allem, indem kritische Abhängigkeiten von einzelnen Technologieanbietern aufgelöst werden. Dazu konzentriert sich das ZenDiS in der ersten Ausbaustufe darauf, den Einsatz von Open-Source-Software in der öffentlichen Verwaltung voranzutreiben. Diese Lösungen stehen der öffentlichen Verwaltung zur Verfügung und werden in Kooperationen mit europäischen Partnern weiterentwickelt.
Die Plattform openCode wird vom ZenDiS betrieben und weiterentwickelt. Unter anderem entwickeln hier öffentliche Verwaltungen gemeinsam föderal übergreifend Software und stellen diese anderen Verwaltungsentitäten zur Nachnutzung bereit. Beispielprojekte, die auf openCode abliegen, sind unter anderen openDesk, die souveräne Office- und Kollaborationssuite des ZenDiS. Aber auch F 13 ist auf openCode verfügbar: Eine KI-Assistenz des Innovationslabors Baden-Württemberg, die speziell auf die Bedarfe der Verwaltung ausgerichtet ist.
Mit der Kooperation zwischen ZenDiS und HSPV NRW entsteht somit ein lebendiger Lern-, Forschungs- und Innovationsraum, der Studierende aktiv in die digitale Souveränität der Verwaltung einbindet. Janou Feikens, Community Managerin des ZenDiS, dazu: „Wir freuen uns sehr über die Kooperation mit der HSPV NRW. Open-Source-Entwicklung lebt von der Communityarbeit. Durch die Zusammenarbeit können Studierende und etablierte Entwicklerinnen und Entwickler der öffentlichen Hand Wissen und Erfahrungen austauschen und so voneinander lernen.“





