KI-InnOMATiVProjektauftakt

Drei Projektbeiteiligte sitzen auf einer Bank, drei stehen dahinter. Sie alles schauen in die Kamera.
Prof. Dr. Andreas Gourmelon (HSPV NRW), Marius Sharma (Adnexxus), Sven Döhre (Fabbrain), Prof. Dr. Aysegül Dogangün (Hochschule Ruhr West), Prof. Dr. Jessica Rubart (TH OWL), Prof. Dr. Frauke Mörike (TU Dortmund)
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Inklusives Onboarding mit Künstlicher Intelligenz für eine innovative Verwaltung

Am 17. Februar 2026 fiel der Startschuss für das Verbundprojekt KI-InnOMATiV. Im Rahmen einer Kick-Off-Veranstaltung kamen die Projektpartner zusammen, um Ziele, Arbeitspakete und Anwendungsszenarien zu konkretisieren und ein gemeinsames Projektverständnis zu entwickeln. Zudem erläuterten Vertreter des Projektträgers Jülich die formellen und organisatorischen Rahmenbedingungen und standen dem Projektteam für Rückfragen zur Verfügung.

Onboarding neu denken: inklusiv und digital unterstützt

Das Projekt KI-InnOMATiV adressiert zwei gesellschaftlichen Herausforderungen: Zum einen haben Menschen mit einer Behinderung nach wie vor geringere Chancen auf eine gleichberechtigte Teilhabe am Menschen. Zum anderen steht der öffentliche Dienst aufgrund des hohen Durchschnittsalters und des daraus resultierenden personellen Ersatzbedarfes vor der Aufgabe, in den kommenden Jahren zahlreiche neue Mitarbeitende erfolgreich zu integrieren. Ebenso ist der öffentliche Dienst in Teilen von Digitalisierungsrückständen betroffen.

Insbesondere die Einführungsphase neuer Beschäftigter stellt öffentliche Verwaltungen häufig vor organisatorische und personelle Herausforderungen. Onboarding-Prozesse im öffentlichen Dienst verlaufen oftmals unstrukturiert, erfolgen ohne technische Unterstützung und erhöhen zudem die Arbeitsbelastung in den jeweiligen Teams. An dieser Stelle setzt KI-InnOMATiV an: Das Ziel ist die Entwicklung eines adaptiven KI-Assistenzsystems, welches Onboarding-Prozesse ganzheitlich unterstützt. Hierbei geht es nicht lediglich um die Vermittlung von Fachwissen, sondern ebenso um die soziale Integration in die jeweils bestehenden Teams. Individuelle Vorerfahrungen, Stärken und Lernstile neuer Mitarbeitender werden berücksichtigt, um eine inklusive Zusammenarbeit zu fördern und die Bindung neuer Mitarbeitenden an die öffentliche Verwaltung zu stärken.

Partizipative Entwicklung für eine praxisnahe und gelungene Anwendung

In enger Zusammenarbeit mit relevanten Stakeholdern wird das KI-Assistenzsystem entwickelt. Die Bedarfe von Menschen mit einer Behinderung werden ebenso wie betriebliche Anforderungen öffentlicher Verwaltungen berücksichtigt. In mehreren Entwicklungsrunden entstehen Prototypen, die in der Praxis erprobt und weiterentwickelt werden. Als Unterstützung werden praxisnahe Materialen (beispielsweise Leitfäden für Fach- und Führungskräfte) erarbeitet und zur Verfügung gestellt. Datenschutz und ethische Fragestellungen werden bereits zu Beginn systematisch berücksichtigt.

Zentrale Rolle der HSPV NRW

Die HSPV NRW übernimmt eine zentrale Rolle bei der systematischen Analyse bestehender Onboarding-Prozesse in Verwaltungen. Neben der Identifikation bestehender Herausforderungen werden die Anforderungen an inklusive, KI-gestützte Personaleinführungen untersucht und geeignete Anwendungsszenarien entwickelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse der ethischen, rechtlichen und sozialen Implikationen des KI-Einsatzes. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen sowohl direkt in die technische Entwicklung des KI-Onboarding-Systems als auch in praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Fach- und Führungskräfte in Kommunalverwaltungen ein. Unter der Projektleitung von Professor Dr. Andreas Gourmelon übernimmt seitens der HSPV NRW Hendrik Thesing die Projektarbeiten.

Starker Verbund in Nordrhein-Westfalen

KI-InnOMATiV ist ein Verbundvorhaben der Hochschule Ruhr West, der Technischen Universität Dortmund, der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, der HSPV NRW und der Unternehmen Adnexxus und Fabbrain. Gefördert wird das Projekt im Rahmen von NEXT.IN.NRW aus Mitteln des EFRE/JTF-Programms NRW 2026 – 2027. Die Laufzeit erstreckt sich von Januar 2026 bis Dezember 2028.

Mit KI-InnOMATiV wird ein wichtiger Beitrag für eine digitale und inklusivere öffentliche Verwaltung geleistet, indem neue Mitarbeitende nachhaltig integriert werden, Vielfalt gestärkt wird und öffentliche Verwaltungen zukunftsfähig aufgestellt werden.