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Call for PapersTagung zur öffentlichen Daseinsvorsorge

Die 5. Tagung des Praxis- und Forschungsnetzwerks der Hochschulen für den öffentlichen Dienst wird am Studienort Köln stattfinden
Die 5. Tagung des Praxis- und Forschungsnetzwerks der Hochschulen für den öffentlichen Dienst wird am Studienort Köln stattfinden

Fachtagung des Praxis- und Forschungsnetzwerks der Hochschulen für den öffentlichen Dienst

Am 22. und 23. Juni 2023 findet am Studienort Köln der HSPV NRW die 5. Tagung des Praxis- und Forschungsnetzwerks der Hochschulen für den öffentlichen Dienst zum Thema „Die Zukunft der öffentlichen Daseinsvorsorge in Deutschland – transdisziplinäre Forschungsperspektiven der Hochschulen für den öffentlichen Dienst“ statt

 

Inhalt

Die Gewährleistung einer leistungsfähigen öffentlichen Daseinsvorsorge ist ein wesentliches Merkmal moderner Staatlichkeit. Blickt man auf die historische Entwicklung, so zeigt sich, dass sich über verschiedene Epochen das Selbstverständnis diesbezüglicher staatlicher Funktionen gewandelt hat.

Während im 19. Jahrhundert ein Fokus auf die Gewährleistung der inneren und äußeren Sicherheit im Vordergrund stand, lässt sich spätestens seit dem Zweiten Weltkrieg in Kontinentaleuropa ein stetiger Ausbau wohlfahrtsstaatlicher Funktionen beobachten, in deren Kontext sich auch das Spektrum dessen, was als öffentliche Daseinsvorsorge verstanden werden kann, in struktureller, quantitativer und qualitativer Hinsicht beständig erweitert hat.

Der Begriff der Daseinsvorsorge ist indessen nicht eindeutig definiert, sondern stellt sich immer wieder als Gegenstand gesellschaftspolitischer Auseinandersetzungen dar. Im weiteren Sinne lässt sich öffentliche Daseinsvorsorge aus dem Sozialstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 1 GG) ableiten. In föderalen Staaten wie der Bundesrepublik Deutschland kommt der kommunalen Daseinsvorsorge eine besondere Bedeutung zu. So legen die Gemeindeordnungen der Länder fest, dass die Gemeinden (innerhalb der Möglichkeiten ihrer Leistungsfähigkeit) die für die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Betreuung ihrer Einwohner erforderlichen öffentlichen Einrichtungen zu schaffen haben.

In materieller Hinsicht ist das Spektrum der jeweiligen Ansätze sehr breit und reicht von Infrastrukturen der Ver- und Entsorgung (Wasser, Energie, Abfall), des Nahverkehrs, der Gesundheitsversorgung, der Bildung oder der Freizeitgestaltung bis hin zu komplexen Dienstleistungen, etwa im Bereich der sozialen Betreuung.

Die materielle wie auch organisatorische Ausgestaltung der öffentlichen Daseinsvorsorge ist aktuell, vor allem aber perspektivisch, mit Megatrends konfrontiert: Demographischer Wandel, Wertedynamik, globale Migration, Klimawandel, Digitalisierung, aber auch Internationalisierung und europäische Integration werfen die Frage auf, wie gewachsene Ansätze und Strukturen der öffentlichen Daseinsvorsorge in Zukunft gesichert beziehungsweise weiterentwickelt werden können.

Das Praxis- und Forschungsnetzwerk der Hochschulen für den öffentlichen Dienst widmet dieser Fragestellung seine nächste Jahrestagung.

Ziele

Ziel der Veranstaltung ist es...

  1. Konzepte und Ausprägungen der öffentlichen Daseinsvorsorge aus verschiedenen disziplinären Blickwinkeln zu reflektieren,
     
  2. praktische Auswirkungen von Metatrends auf ausgewählte Bereiche der öffentlichen Daseinsvorsorge zu analysieren,
     
  3. Handlungsansätze möglicher zukünftiger Positionierungen zu beschreiben sowie
     
  4. die transdisziplinären Grundlagen für ein längerfristiges Forschungsprogramm der Hochschulen für den öffentlichen Dienst in diesem Themenfeld zu schaffen.

Call for Papers

Dieser Call for Papers richtet sich an Forschende der Hochschulen für den öffentlichen Dienst aus den folgenden Disziplinen:

  • Sozialwissenschaft,
  • Betriebswirtschaft,
  • Rechtswissenschaft,
  • auch interdisziplinär Verwaltungswissenschaft.

Es ist beabsichtigt, die jeweiligen Themenstellungen bewusst aus einem einzeldisziplinären Blickwinkel heraus zu bearbeiten. Dabei sollen idealerweise Erfahrungen und Fragestellungen aus bestehenden Praxisprojekten aufgegriffen und wissenschaftlich fundiert werden. Die einzelnen Vorträge werden auf der Tagung in interdisziplinären Diskursen unter Einbezug der Praxis reflektiert.

Beiträge zur Tagung können in drei Formen erbracht werden:

  • Fachvortrag (15 Minuten) in einem der Workshops,
  • Erstellung eines Beitrags für den Tagungsband,
  • Entwurf eines Posters für die begleitende Ausstellung.

Die schriftlichen Beiträge der Tagung werden in Form eines Sammelbands in der Schriftenreihe des Praxis- und Forschungsnetzwerks der Hochschulen für den öffentlichen Dienst im Nomos Verlag publiziert.

Interessierte Forscherinnen und Forscher werden gebeten, bis zum 31. Januar 2023 eine Interessensbekundung – mit Kurzskizze des intendierten Themas (maximal eine DIN-A4-Seite) sowie unter Angabe der beabsichtigten Form des Beitrags – per E-Mail an cfp(at)hspv.nrw.de zu übersenden.

Interessensbekundung einreichen

Weitere Informationen zur Tagung stehen auf der Website der HSPV NRW zur Verfügung:

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