Personalmanagement in neuen Zeiten19. Symposium für Personalmanagement

Auf einem Stehtisch liegt ein Buch und ein Stapel Blätter.
Die Vorträge der Referentinnen und Referenten wurden erneut im Rehm Verlag veröffentlicht
Teilen
Social Sharing mit Shariff Für das Teilen von Artikeln nutzen wir Shariff. Shariff stellt Social-Media-Buttons datenschutzkonform bereit, ohne beim Laden der Seite Daten an externe Plattformen (z. B. Facebook, X, LinkedIn) zu übertragen.

Am 6. Mai 2026 fand in der Zentrale der HSPV NRW ein Jubiläum statt: Seit 25 Jahren wird das Symposium für Personalmanagement im öffentlichen Sektor durchgeführt

Das diesjährige 19. Symposium für Personalmanagement stand unter dem Leitthema „Personalmanagement in neuen Zeiten – aktuelle Herausforderungen meistern“. Über 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis nutzten das Symposium als Plattform, um sich über derzeitige Entwicklungen und Lösungsansätze zu informieren und auszutauschen. Die Veranstaltung wurde – wie schon beim ersten Symposium im Jahr 2001 – von Prof. Dr. Andreas Gourmelon geleitet und moderiert. Veranstaltet wurde das Symposium gemeinsam von der HSPV NRW (insbesondere vom Institut für Personal und Management, IPM) und dem Studieninstitut Ruhr unter der Leitung von André Jödicke.

Nach der Begrüßung und Einführung in die Thematik durch Prof. Gourmelon würdigte die Vizepräsidentin der HSPV NRW, Prof. Dr. Iris Wiesner, ausdrücklich sein jahrzehntelanges Engagement für das Symposium.

  • Prof. Dr. Andreas Gourmelon hält seinen Vortrag vor den Anwesenden.
    Prof. Dr. Andreas Gourmelon zum Thema RuhrBots
  • Aufnahme der Teilnehmenden im Foyer der Zentrale.
    Teilnehmende der Veranstaltung
  • Prof. Dr. Andreas Gourmelon und ein Referent im Interview.
    Prof. Dr. Martin Kersting im Gespräch
  • Mehrere Personen für ein Gruppenfoto vor einer orangenen HSPV-Wand.
    Gruppenfoto vor dem HSPV-Logo
  • Aufnahme der Zoom-Zuschaltung.
    Zuschaltung per Zoom
  • Maresa Feldmann am Rednerpult während der Veranstaltung.
    Maresa Feldmann zm Thema Gleichstellung
  • Teilnehmde des Symposiums in der Zentrale der HSPV NRW.
    Rund 120 Teilnehmende nahmen am Symposium teil

Vorträge

  • Prof. Dr. Götz Fellrath von der HSPV NRW eröffnete die Vortragsreihe mit einem Beitrag zu den neuen Anforderungen an Beschäftigte durch technologische Entwicklungen. Er machte deutlich, mit welchen konkreten technischen Herausforderungen die Nachwuchskräfte des öffentlichen Dienstes zurechtkommen müssen und welche Kompetenzen hierfür erforderlich sind.
     
  • Claudia Middendorf, Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen, widmete sich den Herausforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt für Menschen mit Behinderungen. Sie zeigte auf, dass technische Innovationen sowohl Chancen für mehr Teilhabe bieten als auch neue Barrieren schaffen können, und betonte die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen zur Förderung von Inklusion.
     
  • Mit dem Thema werteorientierte Führung im öffentlichen Dienst setzte sich Prof. Dr. Jürgen Weibler von der FernUniversität Hagen auseinander. Er unterstrich, dass gerade in Zeiten des Wandels Vertrauen, Transparenz, psychologische Sicherheit und ethische Orientierung zentrale Voraussetzungen für erfolgreiche Führung und eine stabile Organisationskultur sind.
     
  • Sven Brüggenhorst, verantwortlich für das Dezernat für Schulen, Bildung und Gesundheit der Kreisverwaltung Unna, ging der Frage nach, ob bestehende Karrierepfade im öffentlichen Sektor noch zukunftsfähig sind. Er plädierte für flexiblere und individuellere Entwicklungsmodelle, um den veränderten Erwartungen von Beschäftigten gerecht zu werden und die langfristige Bindung zu fördern. Zugleich zeigte er Fortschritte im Beamten- und Tarifrecht auf.
     
  • Prof. Dr. Gudrun Quenzel von der Pädagogischen Hochschule Vorarlberg gab Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse der Shell-Jugendstudie. Sie zeigte auf, welche Erwartungen Jugendliche angesichts der vielfältigen Krisen an ihren Beruf haben. Zudem unterschied Prof. Quenzel im Hinblick auf die Berufsorientierung unterschiedliche Gruppen von Jugendlichen. 
     
  • Prof. Dr. Martin Kersting von der Universität in Gießen erläuterte kritisch den Gesichtspunkt der Strukturierung von Interviews. Er stellte Möglichkeiten vor, wie der Erkenntnisgewinn von Interviews mit gezielten Nachfragen gesteigert werden kann.
     
  • Sabrina Donner, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung des Landkreises Lüchow-Dannenberg, zeigte auf, wie Künstliche Intelligenz im Verwaltungsalltag genutzt werden kann. Das Spektrum der eingesetzten Systeme umfasst dabei auch Eigenentwicklungen. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Mitarbeitenden durch den Einsatz dieser Systeme eine spürbare Arbeitserleichterung erfahren und Arbeitsprozesse effizienter gestaltet werden können.
     
  • Einen Blick über den Tellerrand des öffentlichen Sektors ermöglichte den Teilnehmenden Dr. Thymian Bussemer von der Volkswagen AG. Am Beispiel dieses Unternehmens wurde deutlich, welchen Herausforderungen die Automobilindustrie ausgesetzt ist und welche strategischen Anpassungen im Personalmanagement erforderlich sind, um auf veränderte Rahmenbedingungen zu reagieren.
     
  • Abschließend widmete sich Maresa Feldmann dem Thema Gleichstellung in der öffentlichen Verwaltung. Sie zeigte sowohl bestehende als auch neue Problemfelder auf und diskutierte geeignete Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung.


Die Vorträge der Referentinnen und Referenten wurden mit dem Werk „Gourmelon, A. (2026). Personalmanagement in neuen Zeiten – aktuelle Herausforderungen meistern. Heidelberg: Rehm-Verlag“ dokumentiert.

Das Symposium für Personalmanagement im öffentlichen Sektor reiht sich ein in ein Bündel von Maßnahmen der HSPV NRW, die der Optimierung des Personalmanagements in den Verwaltungen dienen. Prof. Gourmelon wies unter anderem auf die Forschungsaktivitäten des Instituts für Personal und Management, den Masterstudiengang „Human Resource Management“ und die Publikationsförderung von Lehrbüchern hin.