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Workshop   Die Polizei und die Diskussion über (rassistische) Diskriminierung

26. Nov 2020 um 15:00 - 18:00
Von Dr. Emanuel John Fachbreich Polizei online Veranstaltungen
© Studio V-Zwoelf - stock.adobe.com

Eine Veranstaltung der Beauftragten für Menschenrechtsbildung des Fachbereichs Polizei

Organisator/Ansprechpartner

HSPV NRW Veranstaltungsmanagement
 veranstaltungen(at)hspv.nrw.de
 +49 209 1659 1230


In den vergangenen Monaten ist in Deutschland eine Diskussion über strukturellen Rassismus in der Gesellschaft aufgeflammt. Dabei steht immer wieder die Arbeit der Polizei im Fokus. Dies verlangt eine Reflexion über die Bedeutung des Anspruchs, jedes Individuum als Subjekt gleicher Rechte zu adressieren (vgl. Art. 1 und 2 AEMR, Art. 3 GG). Vor dem Hintergrund der darüber teils harsch geführten Diskussion, wollen wir wissenschaftlich fundiert und mit Blick auf die Bedingungen polizeilicher Praxis diskutieren, inwiefern die Auseinandersetzung mit dem Diskriminierungsverbot, strukturellem Rassismus und Polizeiarbeit in einer vielfältigen Gesellschaft in der Lehre und Ausbildung aufgegriffen werden sollte, kann oder bereits wird.

Veranstalter sind die Beauftragten für Menschenrechtsbildung des Fachbereichs Polizei, Dr. Emanuel John (HSPV NRW, Außenstelle Mülheim an der Ruhr) und Dr. Christoph Riederer (HSPV NRW, Abteilung Münster)

 

Vorträge

Im Rahmen des Workshops wird Ikram Errahmouni-Rimi Aus- und Fortbildungsangebote der Polizei unter Bezug auf das Konzept der „postmigrantischen Gesellschaft“ vorstellen und Thomas Müller Facetten struktureller Diskriminierung anhand des Beispiels von Personenkontrollen erläutern:
 

Die Polizeiausbildung in einer postmigrantischen Gesellschaft

Warum aktuelle Aus- und Fortbildungsangebote der Polizei die Bedarfe nicht treffen und wie ein progressiver Umgang mit unliebsamen Themen gelingt

Referentin: Ikram Errahmouni-Rimi (Juristin mit dem Schwerpunkt Antidiskriminierung und Referentin für Vielfalt und Antidiskriminierung beim Bremer Rat für Integration)


Professionelle und faire Personenkontrollen

„Kontrollen sind die Visitenkarte der Polizei" – Ein Beispiel praktischer Arbeit mit Polizeibeamtinnen und -beamten im Themenfeld Diskriminierung und Rassismus

Referent: Thomas G. Müller (PHK iR, Diplomverwaltungswirt und Kriminologe M.A., Sprecher der Themenkoordinationsgruppe Polizei & Menschenrechte von Amnesty International)

 

Ablauf

  1. Allgemeiner Teil (15:00 Uhr - 16:30 Uhr)
    Nach zwei Vorträgen (jeweils ca. eine halbe Stunde) bleibt Zeit für etwa 30 Minuten Diskussion. Hierzu sind alle Interessierten, vor allem auch Studierende, eingeladen.
     
  2. Kollegialer Austausch (17:00 Uhr - 18:00 Uhr)
    Im Anschluss an die Vorträge soll ein kollegialer Austausch über die Thematisierung der in den Vorträgen aufgeworfenen Themen (Diskriminierungsverbot, struktureller Rassismus, Polizeiarbeit in einer vielfältigen Gesellschaft etc.) im Studiengang Polizeivollzugsdienst und gegebenenfalls beim Tag der Menschenrechte stattfinden.
    Nach einem Austausch in Kleingruppen (auch via Zoom) über eigene Ansätze und Interessen zur Thematisierung der in den Vorträgen aufgeworfenen Themen, wollen wir diese sammeln, diskutieren und uns über einen möglichen Schwerpunkt für den Tag der Menschenrechte 2021 verständigen. Hierzu sind alle Lehrenden, unabhängig von Fach und Hochschulzugehörigkeit, eingeladen – auch ohne vorherige Teilnahme an den Vorträgen. 

 

Anmeldung

Wir bitten um Anmeldung über  veranstaltungen(at)hspv.nrw.de bis zum 22. November 2020. Weisen Sie in der E-Mail bitte drauf hin, falls Sie an Teil zwei teilnehmen möchten. Der Link zu der Zoom-Sitzung wird wenige Tage vor der Veranstaltung verschickt.

Für weitere Fragen steht Ihnen  Dr. Emanuel John zur Verfügung.

 


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