Kritik der Macht der öffentlichen Verwaltung Tagung des Instituts für Geschichte und Ethik

06. Mär 2020 um 09:30 - 16:00

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Von Dr. Emanuel John & Nanina Sturm

Duisburg   Forschung und Transfer   IGE   Veranstaltungen  
Foto: https://pixabay.com/de/
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Am 6. März 2020 findet an der Abteilung Duisburg eine Veranstaltung des Instituts für Geschichte und Ethik der öffentlichen Verwaltung (IGE) statt

Ort


Die Tagung zum Forschungsprojekt "Kritik der Macht der öffentlichen Verwaltung“ hat zum Ziel, verschiedene Dimensionen des Themas zu differenzieren und einer kritischen Betrachtung zu unterziehen. Die Ausgangsthese liegt in der Annahme, dass sich ein Verständnis der Macht der öffentlichen Verwaltung nicht allein auf die Befugnisse beschränkt, mit denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgestattet sind. Es soll deshalb diskutiert werden, inwiefern auch soziale und kulturelle Faktoren mit einfließen und wie sich dies in den Entscheidungsprozessen zeigt.

Die Beiträge stammen sowohl aus der Wissenschaft als auch aus der Praxis. So werden verschiedene ethische Konzepte und Kritiken von sozialer und kultureller Macht in Beziehung zu rechtlichen Regelungen und Erfahrungen mit der Macht der öffentlichen Verwaltung gesetzt. Ein besonderer Fokus wird zum einen auf das Phänomen der Migration unter Berücksichtigung der Erfahrungen von Migrantinnen und Migranten im Umgang mit staatlichen Behörden gelegt. Zum anderen sollen die Phänomene Armut und soziale Teilhabe sowie die daraus hervorgehende Angewiesenheit auf Entscheidungen und Leistungen von Behörden analysiert werden.

Ein drittes Phänomen, das in diesem Projekt behandelt wird, fokussiert die Perspektive der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung hinsichtlich ihrer Möglichkeiten der Selbstkontrolle zur Verhinderung von Machtmissbrauch sowie gesellschaftliche Kritik in ihren sozialen und kulturellen Dimensionen.
Die Tagung richtet sich an Interessierte aus Wissenschaft und Praxis und vor allem an Studierende.

Anmeldung und weitere Informationen:

 

 

Programm

 

1. Panel: Migration und Antidiskriminierung

  • 09:30 Uhr
    Einleitung
     
  • 09:45 Uhr
    Die Situation von Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten im Umgang mit Diskriminierung und die Rolle der öffentlichen Verwaltung

    Beitrag aus der Praxis: Birgit Miemitz - Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie der Stadt Dortmund
     
  • 10:15 Uhr
    Gedanken zu einer "Philosophie der Migration"
    Beitrag aus der Theorie: Prof. Dr. Frauke Kurbacher - Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW

  • Thesen zu einer Ethik der Migrationsverwaltung
    Beitrag aus der Theorie: Prof. Dr. Tobias Trappe - Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW
     
  • 10:45 Uhr
    Diskussion
     
  • 11:15 Uhr
    Pause

 

2. Panel: Armut und soziale Teilhabe

  • 11:30 Uhr
    Einleitung
     
  • 11:45 Uhr
    Verantwortungsvoller Umgang der öffentlichen Verwaltung mit bedürftigen und verletzlichen Menschen in Armut
    Beitrag aus der Praxis: Kay Utermark – Jobcenter Dortmund
     
  • 12:15 Uhr
    Die Würde der Armen und die Verantwortung der Verwaltung
    Beitrag aus der Theorie: Prof. Dr. Christian Neuhäuser – Institut für Philosophie und Politikwissenschaft der TU Dortmund
     
  • 12:45 Uhr
    Diskussion
     
  • 13:15 Uhr
    Mittagspause

 

3. Panel: Kritik und Instrumente der Selbstkontrolle der öffentlichen Verwaltung

  • 14:00 Uhr
    Einführung
     
  • 14:15 Uhr
    Praktische Bedingungen und Möglichkeiten der Selbstkontrolle in der öffentlichen Verwaltung – Remonstrationen, Whistleblowing, Disziplinarrecht
    Beitrag aus der Praxis: Dr. Jörg Michael Günther – Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW
     
  • 14:45 Uhr
    Wider die staatliche Willkür – Über die Pflichten von Menschenrechtsprofessionen
    Beitrag aus der Theorie: Prof. Dr. Arnd Pollmann – Professur für Ethik und Sozialphilosophie der Alice Salomon Hochschule Berlin
     
  • 15:15 Uhr
    Abschlussdiskussion