Wer Art. 28 II GG sagt, will betrügen Über Tendenzen kommunaler Kompetenzanmaßungen im Spannungsfeld zwischen Daseinsvorsorge und Paternalismus
Jakob Schirmer: Wer Art. 28 II GG sagt, will betrügen Über Tendenzen kommunaler Kompetenzanmaßungen im Spannungsfeld zwischen Daseinsvorsorge und Paternalismus. In: Leviathan, Berliner Zeitschrift für Sozialwissenschaft, 2025, Heft 4, S. 523-534.
Jahr(gang):2025
Name der Zeitschrift:Leviathan, Berliner Zeitschrift für Sozialwissenschaft
Heft/Ausgabe:4/2025
Seiten von-bis:523-534
Beschreibung: Immer wieder wird durch den Staat ein vernünftiges Handeln zugunsten seiner Bürger behauptet. Insbesondere in Kommunen verfolgen Gemeinderäte vermeintlich „vernünftige“ Anliegen, die jenseits der juristischen Kompetenzverteilung des Grundgesetzes liegen. Der Beitrag problematisiert dieses Handeln im Spannungsfeld zwischen kommunaler Selbstverwaltungskompetenz und anmaßendem staatlichen Paternalismus. Die These ist, dass ein explizit vernunftbezogenes Staatshandeln in Konflikt mit dem Staats- und Menschenbild des Grundgesetzes gerät, da dieses dem Staat eine dienende Funktion beimisst und ihn nicht als Verwirklichung höherer Vernunft betrachtet.
Schlagworte:Staatstheorie, Freiheitsrechte, Staatskompetenzen, Etatismus, Paternalismus
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