Direkt zur HauptnavigationDirekt zum Inhalt

Säkularer Staat und Ethikunterricht

Projektzeitraum ( - )

Ihren Ausgang nimmt diese Untersuchung an der Begrifflichkeit des Säkularen im deutschen Verfassungsstaat. Säkularität versteht sich dabei nicht als Widerpart des Glaubens, vielmehr bietet sie verschiedenen Glaubensrichtungen eine Plattform. Menschen unterschiedlicher religions- und Weltanschauung haben nur dann eine gleichberechtigte Möglichkeit, ihre Religions- und Weltanschauungsfreiheit zu entfalten, wenn der Staat sich selbst in religiösen und weltanschaulichen Dingen neutral verhält.

Ein Thema des Koalitionsvertrages für NRW 2017-2023 – die Einführung von Ethikunterricht in der Primarstufe – soll als Beispiel der Veranschaulichung dienen: Es sollen Konsequenzen des Neutralitätsgebotes verdeutlicht und Kriterien erarbeitet werden, die Klarheit und Bewusstheit fördern können.

Am Beispiel der geplanten Einführung von Ethikunterricht in der Primarstufe in NRW gilt es zu untersuchen, welche rechtlichen Anforderungen sich aus der Säkularität des deutschen Verfassungsstaates hinsichtlich des Inhaltes, des Lehrpersonals und weiterer Modalitäten ergeben.