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Public Nudging

Projektzeitraum ( - )

„Nudging“ ist seit etwa zwei Dekaden ein Thema in der Verhaltensökonomik und wird dort dem sog. „Libertären Paternalismus“ zugeordnet. Die Relevanz des Themas zeigt sich u.a. darin, dass der Nobelpreis für Wirtschaft im Jahr 2017 an den US-amerikanischen Ökonom Richard Thaler verliehen wurde, einem der Begründer von Nudging. Nudging zielt darauf ab, individuelles Verhalten zum Vorteil des Einzelnen und/oder zum Nutzen der Gesellschaft sanft zu lenken, ohne auf Zwang zurückzugreifen (to nudge someone, engl.: jemanden vorsichtig anstupsen). Damit stellt Nudging auf die Effektivität und Effizienz politischer Programme sowie auf das nachgelagerte Verwaltungshandeln und damit auf „Gemeinwohl“ ab. Dennoch ist Nudging oft dem Vorwurf ausgesetzt, Individuen zu manipulieren und damit das Grundprinzip demokratischer Prozesse zu unterlaufen. Das Forschungsprojekt „Public Nudging“ ist der dritten Säule des Drei-Säulen-Modells des FPM zuzuordnen („Verwaltungsmanagement“ mit Blick auf die Institution/Organisation der öffentlichen Verwaltung). Das Projekt soll den bisherigen Forschungsstand zum Thema Nudging im öffentlichen Sektor eruieren und Weiterentwicklungsmöglichkeiten insbesondere in Bezug zum Personalmanagement aufzeigen. Mit Blick auf die Praxis soll das Projekt Anwendungsbeispiele evaluieren und dabei nicht zuletzt auf möglichen Ambivalenzen dieses Konzepts eingehen (Freiwilligkeit vs. Manipulation).