KI-InnOMATiV Künstliche Intelligenz für Inklusives Onboarding in Mixed-Ability-Teams in der Verwaltung

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Das Projekt KI-InnOMATiV adressiert zwei gesellschaftliche Phänomene: Einerseits verfügen Menschen mit einer Behinderung im Vergleich zu Menschen, die keine Behinderung aufweisen, über geringere Chancen zur Teilhabe am Arbeitsmarkt. Andererseits wird der öffentliche Dienst aufgrund des hohen Durchschnittsalters und des daraus folgenden personellen Ersatzbedarfes zukünftig zahlreiche neue Mitarbeitende integrieren müssen.

Ebenso ist der öffentliche Dienst in Teilen von Digitalisierungsrückständen betroffen. Vor diesem Hintergrund ist das Onboarding von Menschen mit einer Behinderung eine wichtige Maßnahme des Personalmanagements. Jedoch stellt bereits die Einführungsphase neuer Beschäftigter eine Herausforderung dar: Das Onboarding erfolgt im öffentlichen Dienst oftmals unstrukturiert, geschieht ohne technische Unterstützung und erhöht als eine zusätzliche Aufgabe die Arbeitsbelastung der Mitarbeitenden.

In diesem Kontext erkennt das Projekt KI-InnOMATiV gezielt gestaltete Onboarding-Prozesse als einen zentralen Hebel an: Ein inklusives Onboarding umfasst neben der fachlichen Einarbeitung ebenso die soziale Integration in die jeweiligen Teams. Zur Gewährleistung eines inklusiven Onboardings zielt das Projekt auf die Entwicklung eines adaptiven KI-Assistenzsystems ab. Dadurch werden barrierearme Lernumgebungen geschaffen, Informationen in benutzerfreundlicher Form bereitgestellt und somit das Onboarding von Menschen mit einer Behinderung gefördert sowie die Bindung neuer Mitarbeitenden an die öffentliche Verwaltung gestärkt.

Das adaptive KI-Assistenzsystem wird partizipativ entwickelt. Durch die enge Zusammenarbeit mit relevanten Stakeholdern werden sowohl Bedarfe von Menschen mit einer Behinderung als auch betriebliche Anforderungen berücksichtigt. Die HSPV NRW übernimmt eine zentrale Rolle bei der systematischen Analyse bestehender Onboarding-Prozesse in Verwaltungen. Neben der Identifikation bestehender Herausforderungen werden die Anforderungen an inklusive, KI-gestützte Personaleinführungen untersucht und geeignete Anwendungsszenarien entwickelt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Analyse der ethischen, rechtlichen und sozialen Implikationen des KI-Einsatzes. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen sowohl direkt in die technische Entwicklung des KI-Onboarding-Systems als auch in praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Fach- und Führungskräfte in Kommunalverwaltungen ein.

Förderung

Das Projekt KI-InnOMATiV ist ein Verbundvorhaben der Hochschule Ruhr West, der Technischen Universität Dortmund, der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, der HSPV NRW und den Unternehmen Adnexxus und Fabbrain.
 

Förderhinweis

Das Projekt wird im Rahmen von NEXT.IN.NRW aus Mitteln des EFRE/JTF-Programms NRW 2021–2027 für die Laufzeit von Januar 2026 bis Dezember 2028 gefördert.