Genderspezifische Gesundheit Gendergerechtes Gesundheitsmanagement in der öffentlichen Verwaltung unter Berücksichtigung klimabedingter Herausforderungen

Im Förderzeitraum soll untersucht werden, auf welche Weise im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Bezug auf Gesundheit, Krankheit und Gesundheitsverhalten berücksichtigt werden. Ziel ist es herauszufinden, wie ein besseres Verständnis dieser Unterschiede dazu beitragen kann, BGM-Maßnahmen wirksamer zu machen und die gesundheitliche Chancengleichheit am Arbeitsplatz zu fördern.

Ausgangspunkt der Forschungsarbeit ist die Erkenntnis, dass sich Männer und Frauen zum Beispiel hinsichtlich der Lebenserwartung, der Krankheitslast, der Einschätzung ihres Gesundheitszustands oder der gesundheitsbezogenen Lebensqualität unterscheiden. Dies wurde lange Zeit kaum beachtet, da sich die medizinische Forschung überwiegend am männlichen Körper orientierte.

Neben den geschlechtsspezifischen Merkmalen von Frauen und Männern muss ein wirksames, geschlechtersensibles BGM auch die unterschiedlichen Arbeitsbedingungen berücksichtigen. Im Rahmen des Forschungsvorhabens werden Kriterien erarbeitet, mit denen sich eine wirksame und geschlechtersensible Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz gestalten lässt. Dadurch können BGM-Angebote besser auf die Bedürfnisse verschiedener Beschäftigtengruppen zugeschnitten werden. Gleichzeitig eröffnen sich Wege, wie Gesundheitsförderung zur Gleichstellung der Geschlechter sowie zur Anerkennung geschlechtlicher Diversität beitragen kann.