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FHöV-Projekt (Schweine II- Ermittlung der Liegezeit von Leichen (Feststellung des Todeszeitpunktes sowie die Detektion von Leichen mit Hilfe der Thermografie)“

Projektzeitraum ( - )

Forscher/in

PD Claus-Peter Schuch M.A.
Universität Neuchatel
Universität Salzburg
LKA Bayern
Rechtsmedizin der Universität Frankfurt Main
Fliegerstaffel der Polizei des Landes NRW

Das postmorale Intervall (PMI), auch Leichenliegezeit genannt, bezeichnet den Zeitraum zwischen dem Tod eines Individuums und dem Auffinden der Leiche. Anhand von feststehenden Daten, wie dem Absinken der Körperkerntemperatur oder z.B. dem im Verlauf der Verwesung auftretenden Insektenbefall kann der ungefähre Todeszeitpunkt ermittelt werden (Ansatz der Entomologen). Frühe Todeszeichen wie z.B. rigor mortis (Leichenstarre) und livor mortis (Leichenflecken) sind oftmals auf die ersten 24h-48h nach dem Eintritt des Todes beschränkt. Mit steigendem PMI steigt deshalb die Schwierigkeit, verifizierte Angaben zum exakten Todeszeitpunkt machen zu können. Genau an diesem Punkt setzt unser Projekt an. Das Projekt verfolgt daher zwei Ziele: Das primär wissenschaftliche Ziel ist es, über die unterschiedlichen Wissenschaften (z.B. die Biochemie und die Entomologie) alternative Methoden zu erforschen, um den Todeszeitpunkt möglichst genau zu ermitteln. Die Genauigkeit dieses Wertes ist wesentlich für den Ermittlungserfolg innerhalb der polizeilichen Todesermittlungen. Das eher praxisorientierte Ziel ist es, verifizierte Messdaten für den Einsatz von Suchtechnik der Polizeihubschrauber bei Vermisstenlagen (Detektion von menschlichen Körpern mit Hilfe der Thermografie) zu erlangen. Der zwischen den projektbeteiligten Partnern abgestimmte Abschlussbericht wird für Mitte des Jahres 2018 erwartet.