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CovInv - Investitionsverhalten der NRW-Kommunen post Covid

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Das beantragte Forschungsvorhaben beantwortet, ob und wie Kommunen in Nordrhein-Westfalen (NRW) ihr Investitionsverhalten in den ersten Jahren nach Ausbruch der Covid-19-Pandemie und des Ukraine-Krieges anpassen, um finanziell handlungsfähig zu bleiben. Vor diesen zwei einschneidenden Ereignissen leisteten Städte, Gemeinden und Kreise etwa die Hälfte aller Sachinvestitionen der öffentlichen Hand. Auch in NRW trugen die Kommunen maßgeblich zu notwendigen Investitionen in Schulen, Digitalisierung, Verkehr und Klimaschutz bei. Die Pandemie, der Krieg und die mit diesen Ereignissen verbundenen ökonomischen Verwerfungen – wie etwa die aktuelle Inflation – verursachen nun einen abrupten Pfadwechsel bei den Kommunalfinanzen. Derzeit ist völlig ungewiss, wie sich das Investitionsverhalten der NRW-Kommunen in den kommenden Jahren entwickeln wird: Trotz historisch einzigartiger finanz-politischer Unterstützung durch Bund und Land gerade zu Beginn der Pandemie steht zu befürchten, dass viele Kommunen ihre Investitionsausgaben mittelfristig kürzen oder aufschieben werden, um Kosten zu vermeiden, Liquidität zu sichern und zukünftige Haushaltsbelastungen zu vermeiden. Aus volkswirtschaftlicher Sicht würde dies einen Rückgang staatlicher Nachfrage in bewegten Zeiten bedeuten. Der vorhandene Investitionsstau in Bezug auf die digitale und ökologische Transformation der Gesellschaft wüchse weiter an.

Auf Basis amtlicher Finanzdaten, aber auch auf Basis subjektiver Einschätzungen kommunaler Entscheider/innen möchte das Vorhaben die aufgeworfene Forschungsfrage beantworten und auch mögliche gesamtwirtschaftliche Folgewirkungen für die NRW-Wirtschaft skizzieren. Auf Grundlage belastbarer Erkenntnisse sollen schließlich praxistaugliche Handlungsempfehlungen an Kommunal- und Wirtschaftspolitik in NRW formuliert werden.